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Christiane Quincke, de evangelische Dekanin von Pforzheim. Foto: Seibel
Christiane Quincke, de evangelische Dekanin von Pforzheim. Foto: Seibel
18.03.2016

PZ-Chefgespräch über Pforzheims evangelische Dekanin Christiane Quincke

In ihrer Gesprächsreihe „Lass uns reden über ...“ unterhalten sich Thomas Satinsky, Geschäftsführender Verleger der „Pforzheimer Zeitung“, und Chefredakteur Magnus Schlecht über Pforzheims evangelische Dekanin Christiane Quincke. Die beiden Journalisten kritisieren sowohl das Amtsverständnis als auch die politischen Aktivitäten der Theologin. Sie stellen aber auch fest, dass Christiane Quincke manchmal zu Unrecht in die Verantwortung genommen wird.

„Pforzheim ist keine unschuldige Stadt gewesen“ – es ist vor allem dieser Satz, der aus Christiane Quinckes Rede bei der Kundgebung „Flagge zeigen – Pforzheim nazifrei!“ am 23. Februar 2014 in Gedächtnis geblieben ist. Das rechtfertige keine Bombardierung der Zivilbevölkerung – aber es erkläre sie. Reaktionen auf ihre Ansprache hatten mit Lob, aber auch mit Tadel die Leserbriefseiten gefüllt. Auch aus Politikerkreisen hatte sie Kritik einstecken müssen.

Christiane Quincke hat für das Kirchenasyl, das die evangelische Gemeinde in Büchenbronn einem jungen Yeziden gewährt hat, viel Prügel von der Politik einstecken müssen, sie erhielt aber auch viel Unterstützung. Dabei geht der Kirchenasyl-Fall um den 22-jährigen Lewin aus dem Irak genau genommen nicht auf Quinckes Kappe, denn in dem konkreten Fall entschied der Ältestenrat der Büchenbronner Gemeinde nach genauer Prüfung über das Kirchenasyl.

Derzeit ist Christiane Quincke Dekanin für 39.480 Mitglieder, wie die Evangelische Kirche Pforzheim meldet. Im vergangenen Jahr lag die Zahl bei 40.796. Insgesamt 403 Menschen traten 2015 aus der evangelischen Kirche Pforzheim aus – damit ist der Wert nach dem Rekordjahr 2014 wieder zurückgegangen. Damals hatten 464 Protestanten ihrer Kirchen den Rücken gekehrt, bei den Katholiken war ebenfalls ein Schub zu beobachten. Das Phänomen betraf die gesamte Republik.

Das ganze Gespräch in voller Länge, ergänzt um weitere Details, lesen Sie als PZ-news-Plus-Abonnent auf der Plus-Artikel-Übersichtsseite.

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