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21.03.2009

PZ-Schreibwettbewerb „Club der jungen Dichter“ als Treffpunkt für junge Talente

PFORZHEIM. Beim PZ-Schreibwettbewerb „Club der jungen Dichter“ zeigen sich die Sprach-Talente der Goldstadt. Am vergangenen Mittwoch wurden sie von der Jury für ihre Geschichten gelobt und mit Preisen ausgezeichnet.

„Zukunft ist, was Du daraus machst, Schnecke“, so der letzte passende Satz aus Elisabeth Kneips (15 Jahre) Geschichte, die ihr den ersten Platz ihrer Alterskategorie beim PZ-Schreibwettbewerb „Club der jungen Dichter“ einbrachte. Ihre Story über ein gleichaltriges Mädchen, das völlig verzweifelt den Positiv-Streifen eines Schwangerschaftstest anstarrt, steckt voller Emotionen und Gefühle, ist so geladen mit Angst und Hoffnung, dass man den Schritt zum Erwachsenwerden der Hauptfigur regelrecht miterlebt.

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Der jungen Gewinnerin gingen die Ausführungen von Jury- und Stiftungsrat-Vorsitzendem Jürgen Metkemeyer sichtlich unter die Haut, als sie am vergangenen Mittwochabend ihren Preis in Höhe von 1500 Euro, gestiftet von der Jacob und Rosa Esslinger-Stiftung, entgegennahm. „Die Jury beschreibt deine Geschichte als absolut temporeich und nachvollziehbar. Das Votum der Preisrichter fiel praktisch einstimmig aus“, kommentierte Metkemeyer die Arbeit der jungen Frau.

Reuchlin Leben eingehaucht

Auch die anderen Preisträger wurden zu Recht mit Lob von allen Seiten überhäuft: Lilli Erhardt, die ihrer Geschichte zu „Einem Tag im Leben von Johannes Reuchlin“ im wahrsten Sinne des Wortes Leben eingehaucht hat, hatte die Jury derart begeistert, dass diese gar nicht anders konnte, als der 12-Jährigen den ersten Platz ihrer Altersklasse zuzuschreiben.

Fast ein wenig unheimlich war ihr das Lob auf der Bühne des PZ-Forums, doch die Jury konnte nicht anders: „Lillis Hauptfiguren stellen die Fragen in der Bildung, die heute immer noch aktuell sind“, war das Urteil der Jury. Auch der jugendliche Reuchlin konnte in Liliis Geschichte nicht anders und musste Chancengleichheit fordern — und das auf eine derart charmante Art, wie man sie sich dank Lillis lebendiger Schreibe richtig gut vorstellen kann.

Ein Schritt Richtung Zukunft

Auch PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer lobte die jungen Schreibtalente für ihre Geschichten. „Wenn man so viel Begabung sieht, macht es richtig Freude, diese jungen Leute noch weiter zu fördern“, machte er deutlich.

Dass die Nachwuchs-Talente, egal welchen Platz sie beim „Club der jungen Dichter“ belegten, einen ersten guten Schritt in Richtung Zukunft gemacht haben, dürfte außer Frage stehen. Denn, wie formuliert es Elisabeth Kneip in ihrer rührenden Geschichte so schön treffend für alle Jugendlichen: „Zukunft ist, was Du daraus machst, Schnecke.“