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Strahlende Sieger: Die Erst- bis Drittplatzierten gemeinsam mit PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer (links hinten) und dem Geschäftsführenden PZ-Verleger Thomas Satinsky (rechts). Foto: Ketterl
01.07.2016

PZ-Schreibwettbewerb: Flüchtling für einen Aufsatz lang - Neu: Videocontest

Mehr als 800 Schüler nahmen dieses Jahr am PZ-Schreibwettbewerb teil. Die besten 26 Autoren wurden jetzt im PZ-Forum mit Preisen belohnt.

Bildergalerie: Preisverleihung beim PZ-Schreibwettbewerb 2016

Sie begeben sich auf der Flucht in größte Gefahr, erleben hautnah mit, wie geliebte Familienmitglieder ums Leben kommen, und finden auch in Sicherheit noch keine Ruhe. Viele der kleinen Helden in den prämierten Beiträgen des diesjährigen Schreibwettbewerbs „Kreative Köpfe“ der „Pforzheimer Zeitung“ sind Flüchtlingskinder. Das Thema „Stell Dir vor, Du bist ein Flüchtlingskind!“ haben mehr als 300 der rund 800 Fünft- bis Zehntklässler für ihren Aufsatz gewählt. „Das Thema Flüchtlinge hat die Teilnehmer extrem beschäftigt“, sagte auch Thomas Satinsky, Geschäftsführender PZ-Verleger und Vorsitzender des Stiftungsrats der Rosa-und-Jakob-Esslinger-Stiftung am Montag bei der Preisverleihung im PZ-Forum.

„Vier Preisträger haben einen deutlichen Migrationshintergrund“, freute sich PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer. „Wir Zeitungsleute freuen uns über junge Menschen, die aufgeweckt durchs Leben gehen“, so der Stiftungsgründer. „Mit solch gut aufgestellten Schülern können wir mit Optimismus in die Zukunft gehen.“

Nicht immer optimistisch hingegen sind die Texte der jungen Schreibtalente. Da ist die Geschichte des kleinen Tom, der panische Angst vor seinen Mitschülern hat. Mit ihrem Text zum Thema „Respekt! Schluss mit Mobbing!“ landete Lara Schaufelberger auf dem dritten Platz. Ebenso wie Axel Schmidt-Basler, der eine Welt beschreibt, in der es zwar keine Kriege und Krankheiten gibt, jedoch auch Gefühle nichts verloren haben. Gemeinsam mit den Drittplatzierten Svenja Winkler und Lisa Wipfler erhielten die beiden je ein Konto mit 150 Euro von Sparkassen-Vorstandsmitglied Georg Stickel.

Um Mobbing geht es auch in Lija Köllners Text, der von einer Schülerin erzählt, die alle nur „Anna Segelohr“ nennen – bis die Geschichte eine Wendung nimmt. Damit landete sie neben Sarah Maria Walter, Nilay Ergen und Eva Weiß auf dem zweiten Platz. Alle Vier erhielten 400 Euro, überreicht von Esslinger-Kiefer.

Ein wahrer Optimist ist dagegen „Herr Himmelblau“ im Beitrag von Schüler Toni Querengässer. Dieser wählte das Thema „Warum die Welt viel besser ist als ihr Ruf!“ Mit seiner Erzählung, die die positiven Dinge im Leben hervorhebt, schaffte er es auf den ersten Platz. Und es gibt auch die Flüchtlingsgeschichten, die Mut machen. „Dieser Text ist voller Zuversicht“, lobte Satinsky den Schüler Johannes Klotz. Neben Toni und Johannes zählen auch Lea Zimmermann und Lena Burkhardt zu den Siegern. Sie freuten sich über jeweils 600 Euro. Die Viert- bis Achtplatzierten belohnte Jurymitglied Erika Föst, Filialleiterin bei Thalia, mit Buchpreisen. Gewürdigt wurde neben den Juroren auch der Einsatz von Verlagsassistentin Monika Heinle.

Neu war in diesem Jahr der ausgeschriebene Videowettbewerb für Schulklassen, die Einblick in Klassenzimmer, Pausenhof und ihren Schulalltag boten. „Da wir selbst auf allen Medienkanälen unterwegs sind, haben wir den Wettbewerb in diesem Jahr erweitert.“ Für ihren Einsatz hinter der Kamera wurden vier Schulklassen mit jeweils 250 Euro von der BW-Bank belohnt: Die Klasse H7 der Gustav-Heinemann-Schule, die Klasse 6/7 der Otterstein-Werkrealschule, die 5a des Reuchlin- und die 8bm vom Hebel-Gymnasium. Daneben überzeugte der Kinderchor des Theaters mit seinem gut gelaunten Auftritt.