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Darsteller Gunnar Gstettenbauer mischt sich bei den Dreharbeiten im Schmuckmuseum unter die Besucher. Ketterl
Darsteller Gunnar Gstettenbauer mischt sich bei den Dreharbeiten im Schmuckmuseum unter die Besucher. Ketterl
Kamerafrau Daniela Samsony hält den Markgrafen im Video fest.
Kamerafrau Daniela Samsony hält den Markgrafen im Video fest.
Redakteurin Barbara Dettinger achtet auf die Details.
Redakteurin Barbara Dettinger achtet auf die Details.
04.11.2016

PZ-Tochter TV-BW dreht mit Markgraf-Mime für Jubiläumsfilm

Markgraf Karl Friedrich von Baden hat 1767 die Errichtung einer Taschenuhrenfabrik in Pforzheim gestattet und so den Weg zur „Goldstadt“ geebnet. 249 Jahre später nahm er nun an einer Führung im Schmuckmuseum teil und begutachtete die Exponate – stets begleitet von einer Fernsehkamera. Mit bürgerlichem Namen heißt der Adlige der Neuzeit Gunnar Gstettenbauer und beschäftigt sich im Hauptberuf mit Grafik und Werbedesign. Den Markgraf spielt er immer wieder gerne, und so kam Gunnar alias Karl Friedrich zur tragenden Rolle im Jubiläumsfilm zum 250-jährigen Bestehen der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie.

„Dass der Markgraf sich unter die Besucher mischt, war eine wichtige Szene aus unserem Drehbuch“, berichtet Barbara Dettinger, die den Jubiläumsfilm redaktionell betreut. Der Markgraf tauche in dem Film immer wieder auf und bilde so die Verbindung von der Vergangenheit zur Zukunft. Rund acht Minuten lang wird das hochauflösende digitale Video, das von TV-BW Medienproduktionen, einer Tochterfirma der „Pforzheimer Zeitung“, realisiert wird. Die Aufnahmen im Schmuckmuseum bildeten den vorletzten Drehtag. Auftraggeber ist Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP).

„Die Dreharbeiten waren sehr umfangreich“, erläutert Barbara Dettinger. Nicht nur in Pforzheim war sie mit Kamerafrau Daniela Samsony unterwegs, sondern in der ganzen Region und darüber hinaus. In Basel wurde bei der Schmuckmesse gedreht. „Wir produzieren ein visuell ansprechendes Porträt der Pforzheimer Traditionsindustrie, ihrer Geschichte, Gegenwart und Zukunft“, macht der Geschäftsführer der TV-Produktionsfirma, Jürgen Th. Müller, deutlich. Der Film richte sich einerseits an Fachpublikum, aber auch am Fachfremde. Er soll über das Jubiläumsjahr 2017 hinaus einsetzbar sein, beispielsweise bei Messen, um dort für den Standort zu werben.

Schmuck, Uhren, Design, Präzisionstechnik – das sind alles ästhetische, bildstarke Themen, die das Kamerateam in den vergangenen Monaten eingefangen hat. Gedreht wurde bei Schmuckhandwerkern und Designern, Firmen und Juwelieren, bei Oberbürgermeister Gert Hager und Events von Branchenvertretern. „Wir waren mit den Kreativen an den schönsten Orten Pforzheims“, freut sich Redakteurin Dettinger.

In den nächsten Wochen steht nun die Postproduktion an, also der Videoschnitt, die Vertonung und musikalische Umrahmung. Pünktlich zum Beginn der Jubiläumsfeierlichkeiten wird der fertige Film präsentiert. Müller, selbst ein gebürtiger Pforzheimer, freut sich mit allen Mitwirkwenden auf das Ergebnis: „Wir porträtieren die Branche, die Pforzheim am meisten geprägt hat und die auch ihre Zukunft maßgeblich beeinflusst.“ Welche Rolle der Markgraf dabei spielt, werde aber erst bei der Premiere verraten. pz