Faust 1
 

Parkplatzstreit vor Supermarkt in Huchenfeld endet in Schlägerei

Pforzheim-Huchenfeld. Es klingt wie ein schlechter Scherz und doch ist das, was am Freitagnachmittag in Pforzheim-Huchenfeld passiert ist, nur ein weiteres Zeichen dafür, wie sehr die jüngst von verschiedenen Institutionen beklagte Verrohung im deutschen Straßenverkehr fortgeschritten ist. Offensichtlich ist vor einem Supermarkt an der Industriestraße der Streit um einen Parkplatz so heftig eskaliert, dass sich zwei Männer im Alter von 54 und 59 Jahren geprügelt haben.

Um 16.28 Uhr ging ein Alarm bei der Polizei ein. Streifen- und Krankenwagen eilten nach Huchenfeld. Dort hatte einer der Kontrahenten im Streit um einen Parkplatz dem anderen eine Kopfnuss gegeben – offenbar das Startsignal für fliegende Fäuste. Nach ersten Informationen der Polizei ist nichts von extrem schweren Verletzungen bekannt. Ob der handfeste Streit noch ein gerichtliches Nachspiel hat, wird sich erst noch zeigen.

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Der Blick von Huchenfeld geht auch nach Berlin. Dort haben in diesen Tagen rund 16.000 Berliner eine Petition gegen «Automachos» im Internet unterzeichnet. Sie ist ein kleiner Seismograph dafür, dass das Verkehrsklima in der Hauptstadt immer rauer wird. Wie in vielen deutschen Innenstädten nehmen Verteilungskämpfe um den Straßenraum zu. Mit dem ersten Mobilitätsgesetz will der rot-rot-grüne Senat Berlin wieder in die Spur bringen. Das Experiment gefällt nicht allen - es wird Verlierer geben. Hier gibt es mehr dazu: Faust ins Gesicht - auf der Straße tobt der Verteilungskampf