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Eintrag ins Goldene Buch: OB Gert Hager mit den Vertretern der Partnerstädte José Maria Gorrono (Gernika), Zoltán Nemeth (Györ), Fioravante Rossi (Vicenza), Dominique Soulis (Saint-Maur-des-Fossés), Vladimir Ham (Osijek) und Ryszard Stefaniak (Tschenstochau, von links) im Technischen Museum.
Eintrag ins Goldene Buch: OB Gert Hager mit den Vertretern der Partnerstädte José Maria Gorrono (Gernika), Zoltán Nemeth (Györ), Fioravante Rossi (Vicenza), Dominique Soulis (Saint-Maur-des-Fossés), Vladimir Ham (Osijek) und Ryszard Stefaniak (Tschenstochau, von links) im Technischen Museum.
14.05.2017

Partnerstädte feiern mit beim Jubiläum

Pforzheim hatte am Wochenende Besuch aus seinen Partnerstädten. Vertreter von sechs der acht befreundeten Städte waren in die Goldstadt gekommen, um gemeinsam das Jubiläum zu feiern. Ein solches Zusammenkommen ist sehr selten.

Umso mehr haben sich die Vertreter aus Spanien, Ungarn, Kroatien, Frankreich, Polen und Italien gefreut, sich in Pforzheim wiederzusehen und auszutauschen. Für Oberbürgermeister Gert Hager sind Städtepartnerschaften und die damit verbundenen Begegnungen zwischen Menschen die Grundlage für Europa.

Eintrag ins Goldene Buch

Die Gäste aus den Partnerstädten trugen sich in das Goldene Buch der Stadt ein und besuchten anschließend das Technische Museum und das Kloster Maulbronn. Der Höhepunkt ihres Besuchs war die Jubiläumsgala am Freitagabend. „Die Gala war absolute spitze, mir hat vor allem der Mix aus Modernität, Design und Kunst und der klassischen zweiten Hälfte gefallen“, sagte Ursula Merlin aus St. Maur in Frankreich. Alle zwei Jahre findet zwischen Pforzheim und St. Maur ein großes Treffen statt, bei dem sich rund 150 deutsche und französische Sportler messen. Einen Schüleraustausch gebe es im Moment nicht mehr, so Merlin. „Durch die unmittelbare Nähe zu Paris und die zahlreichen Terroranschläge haben die Schüler und Eltern zu viel Angst.“

Blick über den Tellerrand

Partnerstadt-Beauftragte Susanne Schreck freut sich über die aktiven und nachhaltigen Beziehungen Pforzheims: „Durch den Kultur- und Jugendaustausch, viele gemeinsame Projekte und den engen Kontakt können wir über den Tellerrand hinausblicken und unsere Strukturen vergleichen und überdenken.“ So wurde Osijek, Pforzheims kroatische Partnerstadt, zum Vorreiter in Kroatien. „Wir haben einiges vom Pforzheimer Mülltrennungsmodell gelernt und das bei uns umgesetzt“, erklärte Vladimir Ham, stellvertretender Bürgermeister von Osijek. Die beiden Städte sind bereits seit etwa 25 Jahren befreundet.

Frieden im Mittelpunkt

Eine besondere Beziehung verbindet Pforzheim auch mit der spanischen Stadt Gernika und ihrem Bürgermeister José Maria Gorrono. „Politische Parteien sollten lediglich Werkzeuge sein, die den Menschen zur Verfügung stehen“, sagte Gorrono. Im Mittelpunkt der Beziehung zwischen beiden Städten, die beide während des Zweiten Weltkriegs zerstört wurden, stehe der Frieden.

Nicht kommen konnten die Vertreter der türkischen und russischen Partnerstädte Nevsehir und Irkutsk. Obwohl Pforzheim und Irkutsk 7000 Kilometer trennen, besteht auch hier eine enge Zusammenarbeit, regelmäßige Treffen der Wirtschaftsdelegationen und ein Berufsschulaustausch der Zimmerer. Der Kontakt mit der türkischen Partnerstadt sei aufgrund der aktuellen politischen Lage etwas schwieriger, so Schreck.