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Putzmunter: Albert Fink zeigt den Müllbescheid – adressiert an seine Hinterbliebenen.
Putzmunter: Albert Fink zeigt den Müllbescheid – adressiert an seine Hinterbliebenen.
27.11.2015

Peinliche Panne: Abfallwirtschaft erklärt putzmunteren Pforzheimer für tot

Und wenn er nicht gestorben ist . . .. . dann lebt er noch heute. Und dass das der Fall ist, daran hatte Albert Fink bis Donnerstag eigentlich keinen Zweifel. Schließlich erfreut sich der 68-Jährige bester Gesundheit. Umso verblüffter war er, als er aus seinem Briefkasten an einem Haus an der Bertholdstaße, das er vermietet hat, ein Schreiben von der Abfallwirtschaft zog – adressiert an seine Hinterbliebenen.

„Sehr geehrte Damen und Herren, nach einem Datenabgleich haben wir festgestellt, dass Albert Fink verstorben ist“, heißt es darin. Für eine Abrechnung der Abfallgebühren sollen die Hinterbliebenen mitteilen, wer die Anschlusseinheit nun nutzt. Fink selbst wohnt nicht einmal selbst in dem Haus, bekommt seine Post von der Abfallwirtschaft üblicherweise nach Niefern geschickt. Was da schiefgelaufen ist, kann sich der Bäcker- und Konditormeister im Ruhestand meister nicht erklären. „Die spinnen, die Organisation ist schlicht Müll.“ Nein, zum Lachen findet er die Geschichte nun wirklich nicht, aber wie soll man ihr sonst begegnen außer mit einer gesunden Portion sarkastischen Humors: „Naja, Totgesagte leben länger“, sagt Fink. Und für den Fall, dass die Abfallwirtschaft mal wieder Anlass sehen sollte, seine Hinterbliebenen zu kontaktieren, hoffe er doch auf ein bisschen mehr Pietät. Man hätte ihm zu seinem eigenen Tod schließlich wenigstens Beileid aussprechen können.

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