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Eine Perspektive für das DDR-Museum.
Eine Perspektive für das DDR-Museum © Seibel
07.12.2011

Perspektive für DDR-Museum: Joachim Gauck spricht im CCP

Pforzheim. Eine zu gründende Stiftung soll den Lernort DDR-Museum sichern. Der Bürgerrechtler Joachim Gauck sprach über den Wert der Demokratie. Sie alle waren am Dienstag ins CongressCentrum gekommen, um dem DDR-Museum mit der Sammlung von Klaus Knabe zu einer Perspektive zu verhelfen.

Joachim Gauck, Vorsitzender der Bundesvereinigung „Gegen Vergessen – Für Demokratie“, sprach vor Bürgern, Stadträten und Repräsentanten von Pforzheimer Einrichtungen über das Bewahren der Demokratie als hohes Gut. Er sprach über den Wert des DDR-Museums als Lernort für die Nachgeborenen. Auf humorvolle Art führte er den Zuhörern vor Augen, dass „wir einen Lernort brauchen, der uns etwas über die Diktatur erzählt“. Damit wir unsere eigene freiheitliche Verfassung, unsere einklagbaren Rechte im Vergleich zum Unrechtsregime zu würdigen wissen. Zuweilen träumte Gauck von einem Areal in Brandenburg. „Schnell wäre dort eine Mauer errichtet, und wir könnten ein bisschen DDR spielen.“ Denn in der bloßen Erinnerung liege oftmals eine verklärende Nostalgie begründet. Gauck wurde nicht müde, die Demokratie zu preisen. Und er ließ nicht locker bei seinem Vorhaben, eine Stiftung auf den Weg zu bringen, die erst mit mindestens 50 000 Euro starten kann.mof