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Zu Besuch bei Zeitungsmachern: der designierte OB Peter Boch (Zweiter von links), umrahmt vom Geschäftsführenden Verleger Thomas Satinsky, Stadtressortleiter Marek Klimanski, PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer und Chefredakteur Magnus Schlecht (von links). Foto: Ketterl © Ketterl
28.07.2017

Peter Boch vor Amtsantritt in der PZ-Redaktion: „Will stetig im Gespräch sein“

Pforzheim. Das klingt nach Demut, nach erster Diener seiner Stadt – seiner neuen Stadt: „Wenn ich Oberbürgermeister von Pforzheim sein darf“ (nicht „sein werde“), sagt Peter Boch im Gespräch am Redaktionstisch der „Pforzheimer Zeitung“ gleich mehrfach.

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Am Dienstag kommender Woche wird der 37-Jährige im Großen Saal des CCP ab 16 Uhr feierlich in sein Amt als OB eingeführt – unter anderem im Beisein seines CDU-Parteifreunds, des Innenministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten Thomas Strobel. Wäre Boch noch Polizist – er war Personenschützer bei den früheren Regierungschefs des Landes, Günther Oettinger und Stefan Mappus – wäre Strobel sein oberster Dienstherr. Das am Rande. Boch kommt direkt vom Gespräch mit den Spitzen der Sparkasse Pforzheim Calw ins Medienhaus – und nein, es sei nicht um die mögliche Finanzierung des Zentrums für Präzisionstechnik (ZPT) gegangen, der Vorschlag eines Mannes, dem des nun ehemaligen Rathaus-Chefs von Epfendorf (Kreis Rottweil) öfter begegnen wird: Freie-Wähler-Stadtrat Michael Schwarz, Vertreter einer von mittlerweile elf Fraktionen oder Gruppierungen im Pforzheimer Gemeinderat, in ihrer Heterogenität schwerer zu bändigen als ein Wurf junger Hunde.

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Natürlich hat Boch auch in Epfendorf den direkten Draht nach Pforzheim, ist stets auf dem Laufenden, was in der Goldstadt geht. Und was nicht. Oder: sehr lange geht. Natürlich gebe es unterschiedliche Meinungen – und das sei gut so. Aber Diskussionen in dieser Länge wie jüngst im Ratssaal? Für so etwas habe er keine Zeit, sagt Boch. Wenn man ihn im Gemeinderat erleben werde, werde man seinen Schwung mitbekommen. Mit den versprochenen Macher-Qualitäten punktete der Mann aus Epfendorf im Pforzheimer Wahlkampf – „man will ja vorankommen“. Noch hat Boch den Bonus, dass man ihn sich eingewöhnen lassen muss und wird. Doch wie lange dauert die Schonzeit, der Welpenschutz für den Jung-OB? „Kritik wird kommen – das bringt das Amt so mit sich“, sagt er, und es klingt nicht ängstlich. In seiner Heimatgemeinde – er wohnt mit Ehefrau Monika und den drei kleinen Kindern im Eigenheim mit Gartenanteil – kennt man ihn als kommunikativen Menschen. „Ich will stetig im Gespräch sein“, sagt er.

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