760_0900_122576_PF_Friedenslicht_Bethlehem_k.jpg
Die Brüder Felix (links) und Max Petzold von der Pfadfinderschaft St.Georg überreichen Hilde Renschler das Friedenslicht aus Bethlehem.  Foto: Tilo Keller 

Pfadfinder verteilen Kerzen in der Stadt: Feier zur Aussendung des Friedenslichts erstmals digital

Pforzheim. Es ist ein weiter Weg, den das Friedenslicht seit 1987 jedes Jahr auf sich nimmt. Mit dem Flugzeug von Jesus Geburtsgrotte in Bethlehem geht es mit dem Flugzeug nach Österreich und von dort nach ganz Europa. Seit vielen Jahren kommt es inzwischen nun auch in Pforzheim – wo es in diesem krisengebeutelten Jahr willkommener ist denn je. Auch, wenn es gestern Abend, anders als üblich, nicht mit Publikum im Lichthof des Alten Rathauses in Empfang genommen werden kann.

Hoffnung spenden und so vielleicht auch den Weg aus persönlichen Krisen leuchten, soll es dennoch, weswegen die katholischen Pfadfinder es wie bereits in den Vorjahren wieder aus Karlsruhe nach Pforzheim geholt haben, wo es gestern zwischen 17 und 19 Uhr auf dem marktplatz, am Hauptfriedhof, vor den Kirchen St. Franziskus, St. Elisabeth, Herz-Jesu, vor dem Theresiensaal im Arlinger sowie am Friedhofseingang in Eutingen abgeholt werden konnte.

Das Motto der Aussendungsfeier in diesem Jahr lautete „Frieden überwindet Grenzen“. In ihren Reden, die als Videobotschaft auf der Seite der deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg zu sehen sind, beleuchteten Oberbürgermeister Peter Boch und der stellvertretende katholische Dekan Georg Lichtenberger die Bedeutung der Aktion in diesem Krisenjahr.

Auch wenn die Pandemie alle vor enorme Herausforderungen stelle, dürfe nicht vergessen werden, dass es auch abseits von Corona immer noch Krieg, Vertreibung, Not und Elend gebe. Das Licht solle allen betroffenen Hoffnung spende, aber auch „Erinnerung und Mahnung“ für die Menschen hierzulande sein, „wie kostbar Frieden ist“. Wie der Frieden überwinde auch Corona Grenzen, weswegen es wichtiger denn je, als Gemeinschaft gegen diese Bedrohung zu kämpfen. Lichtenberger unterstrich das Symbol der Hoffnung, die das Friedenslicht mit sich bringe, verbunden mit der Bitte um Gottes Segen.

Das Friedenslicht kann noch bis Heiligabend in den katholischen Kirchen abgeholt werden. www.dpsg-pforzheim.de.