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Dicht verraucht war die Wohnung einer 26-jährigen Pforzheimerin, die von der Feuerwehr leblos hinter ihrer Badezimmertür gefunden wurde. Nach der Reanimation schwebt sie in Lebensgefahr. © Tilo Keller
27.12.2014

Pfanne auf Herd vergessen: Frau nach Rauchvergiftung in Lebensgefahr

Pforzheim. Lebensgefährliche Verletzungen durch eine Rauchgasvergiftung erlitt eine 26-jährige Frau am Samstagmorgen um 2.45 Uhr bei einem Brand an der Julius-Naeher-Straße in Pforzheim. Nur durch einen aufmerksamen Nachbarn und das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte die leblos hinter der Badezimmertüre gefundene Frau noch reanimiert werden.

Bildergalerie: Rauchgasvergiftung: Leblose Frau aus Wohnung gerettet

Nach bisherigen Ermittlungen bemerkte ein Hausmitbewohner das akustische Signal eines Rauchmelders aus der Wohnung der Frau. Bei einer Überprüfung bemerkte er Rauch und Feuer in deren Wohnung. Ein weiterer Hausbewohner alarmierte dann die Feuerwehr. Als sich die Feuerwehr gewaltsam Zutritt zu der Wohnung verschafft hatte, konnte die leblose Frau hinter der Badezimmertür aufgefunden und ins Freie verbracht werden.

Nach Reanimation wurde sie in eine Spezialklinik nach Ludwigsburg verbracht. Als Brandursache konnte in der Wohnung eine auf dem eingeschalteten Elektroherd stehende Pfanne ermittelt werden. Offensichtlich hatte die Frau die Pfanne vergessen und war eingeschlafen. Eventuell durch den Rauchmelder aufgewacht, versuchte die 26-Jährige aus der Wohnung zu kommen, brach dann aber hinter der Badezimmertür zusammen. Sie schwebt in Lebensgefahr. Der entstandene Sachschaden beträgt etwa 5.000 Euro.

Das DRK war mit zwei Rettungswagen und einem Notarztteam vor Ort, zudem war ein Organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes anwesend. Die Kleinschleife des DRK-Ortsvereins Pforzheim unterstützte die Einsatzkräfte ebenfalls.