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Der erste Pflegestützpunkt der Stadt Pforzheim bietet schon vor dem Ernstfall Beratung bei beispielsweise Antragsstellungen zur Pflegeversicherung oder Sozialhilfe. Foto: Ketterl
pflegestützpunkt © Ketterl
09.09.2011

Pflegestützpunkt der Stadt Pforzheim offiziell eingeweiht

PFORZHEIM. Wegen der vielen Gratulanten und Partner hat am Freitagnachmittag die offizielle Einweihung des ersten Pflegestützpunktes der Stadt Pforzheim an der Östlichen Karl-Friedrich-Straße 9 im Foyer des Rathauses stattgefunden. Bürgermeisterin Monika Müller bezeichnete den 48. Stützpunkt in Baden-Württemberg als Ergänzung zu den bestehenden Altenberatungsstellen und nicht etwa als Ersatz.

Er befinde sich in einem barrierefrei zugänglichen Ladenlokal gegenüber des Alten Rathauses, in dem auch die Sachbearbeiter für den Bereich Hilfe zur Pflege und die Mitarbeiter der Behindertenhilfe (Eingliederungshilfe) untergebracht sind. "Es gibt Auskunft und Beratung zu allen Fragen der Pflegebedürftigkeit für Menschen jeden Alters - auch für junge Menschen mit Behinderung", so Müller. Es sei geplant, vor dem Ladenlokal Behindertenparkplätze zu schaffen.

Hartmut Keller, stellvertretender Geschäftsführer der AOK, der für die Krankenkassen sprach, bezeichnete es als "Glück, in Pforzheim den vierten Pflegestützpunkt im Nordschwarzwald zu haben". Er sei eine gute Ergänzung zu den vorhandenen Angeboten aller Mitbewerber. Die Stelle greife bereits im Vorfeld des Pflegefalls ein und so könne spontan, von heute auf morgen, schnell geholfen werden. Es sei wichtig, eine solche Anlaufstelle zu haben.

Manfred Bürkle, DAK-Vertragsmanager für Baden-Württemberg und Versicherungsbeauftragter der Deutschen Rentenversicherung, nannte den Pflegestützpunkt eine "kluge Entscheidung", weil er den Betroffenen unnötige Wege erspare und Unterstützung aus einer Hand biete.

Wolfram Hertrampf, Fachbereichsleiter des Diakonischen Werks Pforzheim-Stadt für Hilfen im Alter, beglückwünschte die Stadt zur gelungenen Symbiose von Pflegestützpunkt zusammen mit einem Familieninformationszentrum im Herzen der Stadt, das verkehrsgünstig gelegen und barrierefrei zu erreichen sei. "Weil aber ab und zu die Seele auch etwas nicht Gesundes braucht, damit es ihr gut geht, habe ich für die Mitarbeiterinnen des neuen Stützpunktes, Tanja Benzinger rund Corinna Frommherz, zwei Kaffeetassen als Einweihungsgeschenk".

Hans Augenstein, Koordinator des Pflegestützpunktes, möchte das Netzwerk mit den Kooperationspartnern enger knüpfen und stellte in Aussicht, dass Selbsthilfegruppen die Räumlichkeiten ebenfalls mitnutzen dürften.

Die Mitarbeiterinnen des Stützpunktes sind auch behilflich bei allen notwendigen Antragstellungen, zum Beispiel im Rahmen der Pflegeversicherung oder der Sozialhilfe. Die Beratung kann telefonisch, im Pflegestützpunkt oder bei den Betroffenen zu Hause stattfinden.