DGNB-Pressebild-Klimapositiv-Jetzt
Um Kommunen dabei zu unterstützen, die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit schneller, breiter und zielorientierter umzusetzen, hat die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB die Initiative „Klimapositive Städte und Gemeinden“ ins Leben gerufen. Pforzheim gehört mit zehn weiteren Städte zu den Mitinitiatoren.  Foto: DGNB 

Pforzheim ist Mitinitiator der Intitative „Klimapositive Städte und Gemeinden“

Pforzheim. Um Kommunen dabei zu unterstützen, die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit schneller, breiter und zielorientierter umzusetzen, hat die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e. v. die Initiative „Klimapositive Städte und Gemeinden“ ins Leben gerufen. Pforzheim gehört mit zehn weiteren Städte zu den Mitinitiatoren. Ziel der Initiative ist unter anderem die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Strategien und Lösungen. Dabei sollen die Kommunen untereinander von bereits gemachten Erfahrungen profitieren.

Zentrales Credo ist, dass nicht jede Stadt oder Gemeinde die relevanten Themen neu erarbeitet und für sich definiert. Viele Kommunen haben bereits Aktivitäten erfolgreich umgesetzt. Diese Erkenntnisse will die Initiative unter den teilnehmenden Kommunen nutzbar machen. „Klimaschutz entscheidet sich auf kommunaler Ebene“, sagt Christine Lemaitre, Geschäftsführende Vorständin der DGNB. „Deshalb ist es wichtig, dass Städte über einzelne Leuchtturmprojekte hinaus handeln. Sie müssen Klimaschutz in die Fläche bringen, zum Standard machen und dabei von gemachten Erfahrungen profitieren.“

Inhaltlich geht es nicht allein um Klimaschutz und Klimaanpassungsstrategien. Auf ganzheitliche Weise sollen auch Handlungsfelder wie Kreislauffähigkeit, Mobilität, Gesundheit, nachhaltiges Bauen, soziale Teilhabe, Wasserkreislauf und Biodiversität direkt mitgedacht und in den geplanten Maßnahmen berücksichtigt werden. „All diese Themen hängen eng miteinander zusammen. Wir müssen sie also auch unbedingt miteinander denken und weiterentwickeln, wenn wir im Bereich Nachhaltigkeit erfolgreich sein wollen“, sagt Pforzheims Bürgermeisterin Sibylle Schüssler. Lemaitre weiter: „Städte und Gemeinden müssen vernetzter handeln und diese anderen Themen direkt mit auf dem Schirm haben, wenn sie die Klimaschutzaufgaben jetzt angehen.“

Eine besondere Aufmerksamkeit widmet die Initiative dem Thema Partizipation. „Beim Klimaschutz müssen wir die Menschen mitnehmen und ihnen ihre Verantwortung, aber auch ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten aufzeigen“, stimmt Schüssler mit DGNB-Vorständin Lemaitre überein. Dazu muss der Klimaschutz zurück auf die Agenda gebracht werden, sind sich die Kommunen einig. Der Startzeitpunkt ist deshalb bewusst gewählt. „Gerade jetzt zu Coronazeiten wollen wir einen Gegenimpuls setzen und mit der Initiative Klimaschutz wieder nach oben auf die kommunale Agenda bringen“, erklärt Christine Lemaitre. „Und das Wichtigste: Wir wollen nicht nur darüber reden, sondern es wirklich tun. Frei nach dem Motto ‚Gestalten statt Verwalten‘.“

Neben Pforzheim zählen die Städte Bocholt (NRW), Buxtehude (NDS), Gudensberg (HE), Heidelberg, Karlsruhe, Ladenburg, Neukirchen-Vluyn (NRW), Stuttgart, Tengen und Ulm zum Kreis der Initiatoren. Informationen rund um die Initiative bietet die Webseite www.klimapositivestadt.de.

Über die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB

2007 gegründet, ist die DGNB heute mit rund 1.200 Mitgliedsorganisationen Europas größtes Netzwerk für nachhaltiges Bauen. Ziel des Vereins ist es, Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft zu fördern und im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu verankern. Mit dem DGNB Zertifizierungssystem hat die unabhängige Non-Profit-Organisation ein Planungs- und Optimierungstool zur Bewertung nachhaltiger Gebäude, Innenräume und Quartiere entwickelt, das dabei hilft, die reale Nachhaltigkeit in Bauprojekten zu erhöhen. Dabei fußt das DGNB System auf einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnis, das die Umwelt, den Menschen und die Wirtschaftlichkeit gleichermaßen einbezieht. Über die Fort- und Weiterbildungsplattform DGNB Akademie wurden zudem bereits rund 4.500 Personen in mehr als 40 Ländern zu Experten für nachhaltiges Bauen qualifiziert.