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Vorstandschaft von „Pforzheim mitgestalten“ mit Sahne-Blick über die Goldstadt: Peter Wagner, Frank Dettinger, Christoph von Lettow-Vorbeck, Daniela Janssen, Thomas Dörflinger und Dieter Müller (von links). Foto: Meyer
Vorstandschaft von „Pforzheim mitgestalten“ mit Sahne-Blick über die Goldstadt: Peter Wagner, Frank Dettinger, Christoph von Lettow-Vorbeck, Daniela Janssen, Thomas Dörflinger und Dieter Müller (von links). Foto: Meyer
17.04.2018

„Pforzheim mitgestalten“ diskutiert über Haltung zu Lokalpolitik

Pforzheim. Dass die ordentliche Hauptversammlung von „Pforzheim mitgestalten“ außerordentlichen Gesprächsbedarf in sich bergen würde, war spätestens klar, nachdem der Vorsitzende und sein Vize – Peter Wagner und Dieter Müller – im PZ-Gespräch ihre prinzipielle Zustimmung zu den Plänen bezüglich der Innenstadtentwicklung Mitte/Ost deutlich gemacht hatten. Damit sind bei weitem nicht alle Mitglieder einverstanden – und so entspinnt sich hoch über den Dächern der City im Dachgarten des „Parkhotels“ eine lebhafte, aber nicht in Missstimmung endende Diskussion um das Multi-Millionen-Projekt zwischen Marktplatz, Deimling-straße und Schloßberg.

Man möge doch vorher intern sondieren, wie die Stimmung im Verein sei, moniert beispielsweise Bernd Zilly, Stadtrat für die Unabhängigen Bürger. Dieter Müller vertrete „nur eine Richtung“, äußert sich Frank Hirschfeld. Und weshalb der Vorsitzende – wie die knapp sechs Dutzend anderen Mitglieder des Beirats – ein „Verschwiegenheitsgelübde“ unterschrieben hätten, was das Prozedere der Innenstadtentwicklung angehe, kritisiert Monika De-scharmes, Ex-Stadträtin für die FDP.

Leichten Herzens habe er dies nicht getan, sagt Wagner, aufgewachsen in der Ein-Parteien-Diktatur der DDR – wohl keiner, sagt er, habe so viel ungute Erfahrung mit Verschwiegenheisterklärungen sammeln müssen wie er. Und nie habe er nach seiner Übersiedlung gedacht, jemals wieder damit Bekanntschaft machen zu müssen. Aber besser hinter verschlossen Türen zu diskutieren als draußen vor der Tür zu sitzen, rechtfertigt er seine pragmatische Haltung. Er und Müller stellen klar: Ihre prinzipielle Zustimmung bedeute keineswegs die automatische Zustimmung zu Vorhaben wie der „Sperrung“ der Schloßberg-Auffahrt (die in der Realität allenfalls eine Durchfahrts-Minimierung sei, so Müller) und des Abrisses das Technischen Rathauses.

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