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Sie wirken mit am Gedenken an den 23. Februar: Lina Oberacker (Kulturamt), Uwe Dürigen (Stadttheater), Ella Martin (Dezernat 1), Heike Hastedt (Stadtkirche), Oberbürgermeister Peter Boch, Christine Müh (Kommunales Kino), Angelika Drescher (Kulturamt), Christof Grosse (Initiative gegen Rechts), Claudia Baumbusch (Kulturamt), Wolf-Dietrich Glaser (DGB), Maria Ochs (Kulturhaus Osterfeld) und Heike Reifurth (Kepler-Gymnasium, von links). 

"Pforzheim schaut sich um": Das ist am 23. Februar in Pforzheim geplant

Pforzheim. Es soll ein Tag der Erinnerung sein – an das, was geschehen ist am 23. Februar 1945: die Bombardierung Pforzheims am Ende des Zweiten Weltkriegs mit mehr als 18.000 Toten und einer nahezu völlig zerstörten Innenstadt.

Es soll ein Tag der Mahnung sein – gegen Hass, Gewalt und Krieg.

Es soll ein Tag des Ausblicks sein – auf eine Welt des Friedens, der Toleranz und des respektvollen Umgangs miteinander, auch in der Pforzheimer Stadtgesellschaft.

Deshalb ist der 74. Gedenktag des Luftangriffs auch eingebettet in eine Reihe von Veranstaltungen, über die sich die Mitglieder des „Arbeitskreises 23. Februar“ Gedanken gemacht und Termine festgezurrt haben, die am Mittwoch im Beisein von Oberbürgermeister Peter Boch vorgestellt wurden. Motto des Jahrestags: „Pforzheim schaut sich um“.

Im Mittelpunkt des Gedenkens steht natürlich die offizielle Gedenkfeier am Samstag ab 16 Uhr auf dem Hauptfriedhof beim Ehrenkreuz der Großgrabstätte. In der Innenstadt wird ab 19.30 Uhr eine Veranstaltung mit einem Lichtermeer aus Hunderten von Kerzen – sie werden ab 18.30 Uhr im Rathauspavillon ausgegeben – auf dem Marktplatz stattfinden. Sprechen wird hier wie dort OB Boch. Die Glocken aller Pforzheimer Kirchen werden zwischen 19.50 und 20.10 Uhr läuten – so lange dauerte das Inferno aus der Luft. Die Veranstaltung endet mit einem gemeinsamen Segen der verschiedenen Religionen und dem Schlusswort des Oberbürgermeisters.

Außerdem besteht in diesem Jahr erneut die Gelegenheit, sich online oder persönlich im Foyer des Neuen Rathauses in einem Buch zum Inhalt der Resolution zu bekennen. Eine passende Gelegenheit dafür bietet die Übergabe des Wandernagelkreuzes an die Stadt Pforzheim am 13. Februar um 16 Uhr im Neuen Rathaus. Das Wandernagelkreuz wird anschließend bis zur Weitergabe am 23. Februar im Foyer stehen.

Hier finden Sie das komplette Programm als PDF.

Zum Rahmenprogramm rund um den 23. Februar 2019 zählen etwa eine Klassenzimmerlesung des Amateurtheatervereins Pforzheim unter dem Titel „Pforzheim kannst du vom Atlas streichen“ am 19. Februar 2019 sowie das Theaterstück „1501 oder die der Pest abgewandte Stadt“, eine Koproduktion des Hebel-Gymnasiums mit dem Amateurtheaterverein Pforzheim. Am 24. Februar werden außerdem bei einem „Poetry Slam Special“ in der evangelischen Markuskirche Predigerinnen und Prediger sowie Poetinnen und Poeten in einem sprachgewaltigen Wettstreit für den Frieden gegeneinander antreten.

Das gesamte Programm ist unter www.pforzheim.de/gedenktag zu finden.

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 31. Januar, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.