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Wenn sich am Dienstag der Pforzheimer Gemeinderat mit Zukunftsfragen des öffentlichen Nahverkehrs befasst, steht fest: die Mehrheit spricht sich für ein modernes Bussystem aus.
Pforzheim setzt auf Bus statt Straßenbahn © Seibel
18.04.2011

Pforzheim setzt auf Bus statt Straßenbahn

PFORZHEIM. Wenn sich am Dienstag der Pforzheimer Gemeinderat mit Zukunftsfragen des öffentlichen Nahverkehrs befasst, steht fest: die Mehrheit spricht sich für ein modernes Bussystem aus. Das haben auch überregionale Planungsbüros so vorgeschlagen. Eine Straßenbahnlinie durch die Stadt rechnet sich nicht. Dafür sollen auf den bestehenden S-Bahnstrecken zusätzliche Haltestellen ausgewiesen werden: an der Zeppelinstraße, am Q"Kühlen Grund" in Eutingen, ein Stopp "Kulturhaus Ostefeld" und Dillstein.

Wegen der bestehenden S-Bahn-Verbindungen würde sich beim Bau einer Trasse von Ittersbach nach Pforzheim nur eine Linienführung über Birkenfeld mit Feldbergstraße und Gewerbegebiet Dammfeld, über den Arlinger und die Westliche zu Leopoldplatz und Hauptbahnhof, dann weiter über die Lindenstraße und eine neue Brücke in der Verlänmgerung der Zeppelinstraße hoch auf Buckenberg und Haidach lohnen. Die Kosten dazu auf Pforzheimer Gemarkung: 117 Millionen Euro, insgesamt bis zu 180 Millionen Euro. Die Kosten-Nutzung-Rechnung erreiche, so der Gutachter, den notwendigen Faktor bei weitem nicht. Im Werkeausschuss des Gemeinderats plädierten am Montag die Stadträte Hans-Ulrich Rülke (FDP) und Michael Schwarz für weitere Untersuchungen einer Verbindung Ittersbach-Pforzheim. Ansonsten war das Gremium der Auffassung, ein modernes System wie den "Metrobus" zu verwirklichen, der auch wehen eigener Tassenführung eine Vorstufe zu einen späteren Straßenbahnlösung sein kann.