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Bürgermeister Alexander Uhlig (Zweiter von links) will die Solarenergie in Pforzheim ausbauen.
Bürgermeister Alexander Uhlig (Zweiter von links) will die Solarenergie in Pforzheim ausbauen. © PZ-Archiv
08.07.2011

Pforzheim will sauberen Strom von der Sonne

PFORZHEIM. Die Stadt Pforzheim verzichtet in ihren städtischen Gebäuden künftig ganz auf Atomstrom. Das teilte Bürgermeister Alexander Uhlig im Planungs- und Umweltausschuss mit. Das sei ein deutliches Signal auch an die Stromanbieter, welche Energieformen in Zukunft vermehrt nachgefragt würden, so Uhlig. Der bisherige 22-prozentige Anteil aus der Kernenergie werde komplett durch Ökostrom ersetzt. Die Stadt stellt die Energieversorgung aller städtischen Gebäude auf die von den Stadtwerken angebotene atomstromfreie Qualität "Klima Plus" um.

"Die Mehrkosten von etwas mehr als 18.000 Euro im Jahr sind durch den positiven Effekt aufgewogen", so Bürgermeister Uhlig. Ziel für die Zukunft sei es, die Energieversorgung der städtischen Gebäude komplett über regenerative Energien zu leisten.

Auch größere Fotovoltaikanlagen sollen künftig primär für den Eigenverbrauch herangezogen werden. "Alle städtischen Gebäude, bei denen es sich rechnet, sollen Fotovoltaik-Anlagen erhalten, deren Strom dann auch gleichzeitig innerhalb dieser Gebäude verwendet wird", wünscht sich Uhlig. Noch in diesem Jahr soll eine Solarstromanlage auf dem neuen Hilda-Gymnasium installiert werden. In der Solarbundesliga belegt die Stadt Pforzheim bereits seit langem Spitzenplätze: 2010 errang sie Platz 6 der Großstädte. Mehr als neun Megawatt fotovoltaischer Leistung, mehr als 4.400 Quadratmeter Solarthermieanlagen, rund 94.000 Quadratmeter Solarmodule sind mittlerweile in Pforzheim installiert. 21 Solarstromanlagen sind auf städtischen Gebäuden installiert. pm