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„Fashion meets AI“ also „Mode trifft Artifizielle oder Künstliche Intelligenz“ lautet das Motto für den Hackathon, auf den Phillipp Dörflinger (Campaigners Network, links) und Markus Meser (Digital Hub Pforzheim/Enzkreis) vielerorts in der Stadt mit Plakaten und Bannern hinweisen – so wie hier an der Roßbrücke. 

Pforzheim wird zwei Tage lang zum Mekka der Programmierer und Tüftler

Pforzheim. Große Aufsteller an den Stadteingängen und mehrere Banner, unter anderem an der Roßbrücke, weisen auf ein Ereignis hin, das sich am Wochenende hinter verschlossenen Türen abspielen und doch bundesweit für Aufsehen sorgen wird. Internationale Entwickler, Designer und Produktmanager machen in einer eigens geschaffenen, temporären Denkfabrik die Nacht zum Tage. Das Ziel: Lösungen für digitale Probleme finden und zukunftsweisende Ideen kreieren. Das Motto: „Fashion meets AI“ – zu deutsch: „Mode trifft Artifizielle, also Künstliche Intelligenz“. Fest steht schon jetzt: Dieser Hackathon wird nicht nur in der Szene interessiert beäugt.

Wie berichtet, ist ein großer Lagerraum der Klingel-Gruppe an der Dennigstraße Schauplatz dieses smarten Spektakels. „Dass der Digital Hub einen solchen Hackathon auf die Beine stellt und welch renommierte Partner hier vor Ort Gas geben, ist schon außergewöhnlich und bemerkenswert“, sagt Philipp Dörflinger, Gründer und, gemeinsam mit Clemens Sadler, Kopf der Agentur Campaigners Network, die das Marketing für dieses Treffen übernimmt. Veranstalter ist eben der Digital Hub Pforzheim/Enzkreis, also das regionale Digitalisierungszentrum, das innovative Unternehmen und Organisationen berät und noch besser vernetzen soll. Dessen Standortleiter Markus Meser blickt stolz und voller Vorfreude auf den bevorstehenden Schulterschluss. Neben der Klingel-Gruppe sind die Unternehmen medialesson, Meyle + Müller und Omikron mit von der Partie, außerdem die Hochschule Pforzheim mit ihren Fakultäten für Gestaltung, Technik und Wirtschaft und – als prominenter Kooperationspartner – Microsoft.

Bereits am frühen Samstagvormittag werden sich die Teilnehmer einfinden und gleich mit der Materie vertraut machen, um umgehend durchstarten zu können. Der Clou: Insbesondere Gastgeber Klingel stellt reale Datensätze zur Verfügung und gewährt Einblicke in wirklich bestehende Prozesse, die es mithilfe Künstlicher Intelligenz zu optimieren gilt. Am Sonntagnachmittag sollen die jeweiligen Teams – auch vor den Augen von Oberbürgermeister Peter Boch – ihre Ergebnisse präsentieren.

Logistisch ist der Hackathon ein Kraftakt. Philipp Bauknechts medialesson sowie Meyle + Müller werden eine komplette Netzwerk-Infrastruktur schaffen, denn „die Teilnehmer brauchen Saft und Leistung, da muss alles schnell sein“, weiß Dörflinger. Zudem entstehen in der Lagerhalle Bereiche für Begrüßung und Präsentation, für das Hacken, also das experimentierfreudige Arbeiten an Laptops, aber auch fürs Entspannen und zum Schlafen. Tatsächlich: „Manche übernachten da“, sagt Meser, „die meisten aber arbeiten durch.“

Rund 50 internationale Teilnehmer hätten sich angemeldet, für Kurzentschlossene bleibe noch ein kleiner Puffer. Wegen der begrenzten Raumkapazität, aber auch, damit die Tüftler konzentriert arbeiten können, ist die Veranstaltung nicht öffentlich zugänglich.

Mehr über den Hackathon lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Claudius Erb

Claudius Erb

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