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Immer mehr auswärtige Besucher – wie hier bei der Tagung des Verbandes Südwestdeutscher Zeitungsverleger – versetzt „Rom 312“ im Gasometer in Staunen. Foto: Seibel
Immer mehr auswärtige Besucher – wie hier bei der Tagung des Verbandes Südwestdeutscher Zeitungsverleger – versetzt „Rom 312“ im Gasometer in Staunen. Foto: Seibel
Isabel Schmidt-Mappes vom Schmuckmuseum zeigt Broschen aus Pforzheimer Produktion. Das Schmuckjubiläum wird 2017 groß gefeiert. Foto: Ketterl
Isabel Schmidt-Mappes vom Schmuckmuseum zeigt Broschen aus Pforzheimer Produktion. Das Schmuckjubiläum wird 2017 groß gefeiert. Foto: Ketterl
Oliver Reitz
Oliver Reitz
27.12.2015

Pforzheim zieht an: Tourismus wird neu ausgerichtet

Es ist eine positive Entwicklung, die Oliver Reitz, der Direktor des städtischen Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) auf PZ-Nachfrage vermeldet. Sowohl die Zahl der Gäste in der Stadt als auch die Anzahl der Übernachtungen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Ein guter Trend, aber für die Verantwortlichen kein Grund, sich zurückzulehnen. Im Gegenteil. Pforzheim zieht an. Reitz und sein Team wollen den Tourismus neu ausrichten, um eine noch stärkere Magnetwirkung zu entwickeln.

Gemeinsam mit Linda Luickhardt, der Leiterin des WSP-Fachbereichs Tourismusmarketing, hat Reitz in den Sommermonaten das Gespräch mit Hotelbetreibern gesucht und sich über Auslastung und Gästestruktur, aber auch über Kooperationsmöglichkeiten mit der WSP ausgetauscht. Mehrere Glanzlichter benennt Reitz, die Pforzheim als touristisches Ziel gestärkt und neue Besucher angelockt hätten. So spreche das 360°-Panorama im Gasometer weitere Zielgruppen an und habe für einen deutlichen Anstieg bei den Tagesgästen gesorgt. 150.000 Besucher seit der Eröffnung im Dezember 2014: Das sei „eine erfreuliche Resonanz, die sicherlich in den kommenden Monaten weiter ausgebaut“ werde, betont Reitz.

In den insbesondere hinsichtlich der Übernachtungszahlen häufig schwachen Hochsommerwochen seien neue touristische Angebote erprobt worden: Beim Treffen des BMW-Veteranenclubs Deutschland habe sich Pforzheim „als spannendes und vielseitiges Ausflugsziel“ präsentiert. Neben Ausfahrten im Nordschwarzwald und in der Weinbauregion zwischen Pforzheim und Vaihingen/Enz habe sich den teilnehmenden Teams ein „umfassendes touristisches Rahmenprogramm“ geboten – mit einer Besichtigung des Schmuckmuseums, des Gasometers, des Amazon-Logistikzentrums, des Baumwipfelpfads oder des Klosters Maulbronn.

Bislang habe die Stadt versucht, ein sehr vielschichtiges Leistungsangebot zu vermarkten. So habe man sich etwa bemüht, sowohl – als Teil des Nordschwarzwalds – Erholungssuchende und Outdoor-Urlauber wie Wanderer und Radfahrer anzusprechen, als auch „im Schulterschluss mit den festen Größen im Städtetourismus“ wie Stuttgart, Heidelberg oder Freiburg wahrgenommen zu werden. Nun gilt es laut Reitz, das Profil Pforzheims zu schärfen. Deshalb habe der Gemeinderat in der Dezember-Sitzung die touristische Neuausrichtung beschlossen.

Ein Fokus gelte den „freizeitorientierten Tagesbesuchern“. Ein anderer jenem Bereich, der sich MICE nennt – Meetings, Incentives, Congresses, Events. Sprich: Dienstreisen oder Fortbildungen sollen zum Erlebnis werden. Und dies „möglichst unter aktiver und partnerschaftlicher Einbindung touristischer Angebote im regionalen Umfeld“, wie der WSP-Chef betont.

Insbesondere das CongressCentrum biete eine „erstklassige Infrastruktur für Fachtagungen und Firmenveranstaltungen“. Der WSP wolle verstärkt auf solche Angebote aufmerksam machen und entsprechende Rahmenprogramme weiter ausbauen. Es gelte, den Veranstaltungsort CCP „nicht zuletzt im Bereich wissenschaftlicher Tagungen künftig noch stärker zu positionieren“.

2017 soll der Bringer werden

Große Hoffnungen setzen die städtischen Touristiker auch in das Jubiläum „250 Jahre Schmuck, Uhren und Design aus Pforzheim“, das 2017 gefeiert wird und schon jetzt seine Schatten vorauswerfe. Es sei das zentrale Thema der WSP-Auftritte auf den Messen CMT in Stuttgart, ITB in Berlin und MomenTour in Pforzheim. Ziel sei es, interessierte Besucher schon frühzeitig auf die zahlreichen Angebote im Jubiläumsjahr aufmerksam zu machen und für einen Besuch in Pforzheim zu gewinnen.

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