nach oben
Im Beisein lokaler Prominenz aus Politik und Wirtschaft durchtrennt Oberbürgermeister Gert Hager (Mitte) das Band – der 33. Pforzheimer Automarkt ist eröffnet. Zweiter von links: PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer, rechts daneben Kreishandwerksmeister Rolf Nagel und der scheidende Obermeister der Kfz-Innung, Jürgen Kellenberger.
Mehr geht nicht – 18 Händler haben über 900 Fahrzeuge auf dem Messplatz abgestellt, der laut OB Gert Hager in seiner jetzigen Form und Funktion erhalten bleiben wird. Und damit auch Bühne für Veranstaltungen wie den Automarkt bleibt. Ketterl
13.03.2016

Pforzheimer Automarkt: Zehntausende strömen auf den Messplatz

Als „Alleinstellungsmerkmal“ bezeichnet Jürgen Kellenberger, Obermeister der Kfz-Innung, den Pforzheimer Automarkt auf dem Messplatz – die größte Präsentation von Händlern in der Region. Zwei Tage lang präsentierte sich die Innung.

Bildergalerie: Zahlreiche Besucher auf dem Pforzheimer Automarkt

„Was wäre die Fahrzeugindustrie ohne die vielen Zulieferer, ohne den Handel und ohne die Werkstätten?“, so Oberbürgermeister Gert Hager bei der Eröffnung am Samstag. 18 Händler, die 29 Marken vertreiben, hatten rund 900 Fahrzeuge auf den Messplatz gestellt – mehr geht nicht.

Im Rahmen der Eröffnung machte Markus Walter, Inhaber des gleichnamigen Autohauses und in Vertretung des erkrankten Ralf Wurster Sprecher der Interessengemeinschaft der Pforzheimer Autohändler, deutlich, dass Elektroantrieb eine immer größer werdende Rolle spielen werde. OB Hager, der im Beisein von lokaler Prominenz aus Wirtschaft und Politik symbolisch das Band durchschnitt, pflichtete aus Erfahrung von Messen bei, dass das Thema Elektro-Auto technisch gelöst sei, sich durchsetzen und vieles verändern werde.

Bildergalerie: Pforzheimer Automarkt eröffnet auf dem Messplatz

Mit Blick auf die Diskussion um die Nutzung des Ortes machte Hager klar: „Der Messplatz wird auch in Zukunft Messplatz bleiben. Punkt.“ Der Beifall war ihm sicher.

Als „bedeutenden Wirtschaftsfaktor“ in der Region bezeichnete PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer die Branche. Und das Publikum, nach und nach zahlreicher, scharte sich um die zuvor noch auf Hochglanz polierten Autos, prüfte Praktikabilität oder drückte sich aus schierer Begeisterung die Nasen platt beim Anblick PS-gewaltiger oder einfach nur hinreißend schöner, Emotionen weckender Wagen. „Ich hätte das schon ne Strecke, wo ich den mal gerne fahren würde“, sagt ein Mann in den besten Jahren und macht dem zweisitzigen gelben Alfa 4 C schöne Augen.

Oder sollte es nicht eher der schwarze Retro-Renner – ein BMW Z 8 – sein? Oder der daneben stehende Mercedes AMG SLS mit seinen weit geöffneten Flügeltüren und dem bärenstarken Achtzylinder-Motor? Die nächsten Wochen oder Monate werden zeigen, welchen Mitnahme-Effekt der 33. Automarkt haben wird. „Qualität geht vor Quantität“, sagt Markus Walter. Alles andere sei eine „Geldvernichtungsmaschine“.