760_0900_131774_PF_Bau_und_Grund_2_1.jpg
Bei der Gesellschafterversammlung der Pforzheimer Bau und Grund verabschieden die Geschäftsführer Wilfried Wibusch (links) und Lothar Girrbach (Zweiter von rechts) sowie OB Peter Boch (rechts) Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Daum und Aufsichtsrat Falk Höfel (Dritter von links).  Foto: Tilo Keller 

Pforzheimer Bau und Grund steigert Mieteinnahmen

Pforzheim. Die Corona-Pandemie hat dafür gesorgt, dass die Pforzheimer Bau und Grund GmbH gleich zwei Geschäftsjahre in einer Gesellschafterversammlung auf der Tagesordnung hatte. Veränderungen haben sich auch im Aufsichtsrat angebahnt, da sich drei Aufsichtsräte nicht mehr zur Wiederwahl stellten.

Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Daum stellte im CongressCentrum Pforzheim fest, dass die Gesellschafterversammlung im vergangenen Jahr pandemiebedingt ausfallen musste. Der Geschäftsbericht für das Jahr 2019 sei den Gesellschaftern bereits 2020 zugestellt worden. „Da konnten sie sich ein ganzes Jahr einlesen“, scherzte er, bevor Geschäftsführer Lothar Girrbach die Eckdaten vorstellte.

„Erfolge fallen nicht vom Himmel, sondern sind das Ergebnis vieler Hände Arbeit“, sagte Girrbach. Die Bilanz schließt ihm zufolge mit einer Bilanzsumme in Höhe von 207,5 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote von über 34 Prozent bezeichnete er als angemessen und für die Zwecke ausreichend. Der Anteil des Fremdkapitals liegt bei 66 Prozent.

Mit einigen Impressionen stellte er die jüngsten Neubau- und Sanierungsprojekte vor, darunter die Gebäude an der Postwiesenstraße, an der Erbprinzenstraße oder im Schoferweg. „Wir sind stolz, weil wir damit einen Weg in die Zukunft aufzeigen und auch beschreiten“, sagte Girrbach. Er wies darauf hin, dass die Mieteinnahmen um rund eine Million Euro gestiegen seien und aus dem Verkauf von Immobilien ein Gewinn von rund 500.000 Euro stamme. „Insgesamt haben wir für 8,6 Millionen Euro Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt“, betonte er. „Dies sind rund 200.000 Euro mehr als im Jahr 2018.“ Girrbach schlug eine Ausschüttung in Höhe des Bilanzgewinns von 209.884 Euro vor, was einer Ausschüttung in Höhe von zehn Prozent auf das dividendenberechtigte Kapital entspreche. Die Gesellschafter stimmten einhellig zu.

Die Zahlen des Geschäftsjahrs 2020 übernahm Geschäftsführer Wilfried Wibusch. Er bezifferte die Bilanzsumme mit 208,5 Millionen Euro und den Jahresüberschuss mit rund 1,38 Millionen Euro. „Ein Blick auf die Aktivseite der Bilanz offenbart stabile Verhältnisse“, sagte er und verglich dies mit einer Schifffahrt in ruhigem Gewässer. Er betonte, dass der Baufortschritt überwiegend durch liquide Mittel finanziert werden konnte.

Den Rückgang bei den Rückstellungen in Höhe von 300.000 Euro führte er auf drei Todesfälle zurück. Die Rückstellungen für diese Renten wurden aufgelöst. Ebenfalls wurden die in der Vergangenheit gebildeten Rückstellungen für Bauinstandhaltung in Höhe von über 800.000 Euro nach den Maßnahmen aufgelöst. Bei den Mieteinnahmen machte er darauf aufmerksam, dass sie durch Weiter- und Neuvermietungen um 500.000 Euro gestiegen seien. Aus dem Verkauf von Immobilien kommen rund 400.000 Euro. Wie im Vorjahr wurden 8,6 Millionen Euro für Instandhaltungsmaßnahmen ausgegeben. „Die Ertragslage ist stabil“, sagte er und schlug eine Ausschüttung in Höhe des Bilanzgewinns von 209.884 Euro vor, was einer Ausschüttung in Höhe von zehn Prozent auf das dividendenberechtigte Kapital entspreche. Auch hier stimmten die Gesellschafter später einstimmig dafür.

Im weiteren Verlauf standen die Wahlen zum Aufsichtsrat an. Turnusgemäß endeten die Amtszeiten von Werner Burckhart, Wolfgang Daum, Falk Höfel und Thomas Wolf. Nur Wolf stellte sich zur Wiederwahl. Neu ins Amt gewählt wurden Dirk Günkel, Dirk Mees und Stephan Scholl.

„Heute ist das Ende meiner 44-jährigen Tätigkeit, davon 18 Jahre als Vorsitzender des Aufsichtsrats“, stellte Daum fest und wünschte der Gesellschaft, dass sie weiterhin gedeiht. Er selber werde Teil der Gesellschaft bleiben. Höfel verabschiedete sich nach 45 Jahren und hob hervor, wie wichtig die Gesellschaft für die Bevölkerung und Unternehmen war.