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Die Stadtbibliothek ist längst mehr als ein Ort, an dem Bücher ausgeliehen und zurückgegeben werden. Darauf haben die Leiterin Anja Bendl-Kunzmann und ihre Mitarbeiter mit neuen Angeboten reagiert. Doch der Wandel geht weiter.
Die Stadtbibliothek ist längst mehr als ein Ort, an dem Bücher ausgeliehen und zurückgegeben werden. Darauf haben die Leiterin Anja Bendl-Kunzmann und ihre Mitarbeiter mit neuen Angeboten reagiert. Doch der Wandel geht weiter.
07.02.2016

Pforzheimer Bibliothek steht vor Herausforderungen

Die Stadtbibliothek ist ein wenig aus dem Blick der Öffentlichkeit geraten. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass das im Jahr 2002 eingeweihte Gebäude eines der markantesten Bauwerke der Innenstadt ist und jährlich zuletzt rund 400 000 Besucher zählte, wie Bibliothekschefin Anja Bendl-Kunzmann berichtet.

Allerdings ist selbst diese gewaltige Zahl niedriger als in den Vorjahren. Die Nutzung von Bibliotheken hat sich nicht nur in Pforzheim, sondern landauf, landab verändert. Und das stellt die Einrichtung vor große Herausforderungen. Daran gemessen, ist es fast unerheblich, dass die Stadtbibkliothek demnächst nicht mehr gemeinsam mit dem Kulturamt im Zuständigkeitsbereich von Oberbürgermeister Gert Hager liegen, sondern bei Sozial- und Bildungsbürgermeisterin Mominka Müller verankert wird. Getrennt von der Kultur, die künftig ins Baudezernat wechselt. „Es gibt Synergieeffekte mit beidem, mit Kultur und Bildung“, sagt Bendl-Kunzmann.

Die Ausleihen gehen zurück. Das gilt vor allem für den klassischen Bereich der gedruckten Bücher, sowohl im Sachbuch-Bereich als auch in der erzählenden Literatur. „Die digitale Ausleihe ist das, was stetig steigt“, berichtet die Bibliothekschefin. Was ebenfalls zunimmt: Die Zahl der Kinder mit einem Bibliotheksausweis. Die Einrichtung hat reagiert und bei ihrer Neubeschaffung von Medien den Etat von 40 000 Euro im Wesentlichen für den digitalen Bereich eingesetzt. Insgesamt hat sie im Jahr 2015 mehr als jedes zehnte Medium (Buch, Film, Musik) durch eine Neuanschaffung ersetzt – konkret: 10,3 Prozent. In den drei Vorjahren lag die Quote jeweils knapp unter zehn Prozent.

Gleichzeitig beobachtet die Bibliothekschefin einen weiteren Trend: dass zwar auch die Zahl der ins Haus kommenden Besucher abnimmt, diese aber länger und oft mehrere Stunden bleiben, um im Haus zu lesen und zu arbeiten. Mehr lesen Sie am Montag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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