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Vor 25 Jahren war eine Moschee in Baden-Württemberg ein Novum. Pforzheim wurde Vorreiter. Foto: Ketterl
Vor 25 Jahren war eine Moschee in Baden-Württemberg ein Novum. Pforzheim wurde Vorreiter. Foto: Ketterl
27.09.2017

Pforzheimer Fatih-Moschee kommt in die Jahre

Pforzheim. Islamfeindlichkeit gab es schon vor Pegida und Fake News vor den sozialen Netzwerken: Wer eintaucht ins Archiv der „Pforzheimer Zeitung“ und nach Artikeln über die Fatih-Moschee sucht, wird schnell fündig. Ergiebig sind die Artikel über die Vorgeschichte, die heftigen Diskussionen und emotionalen Leserbriefe – und natürlich die Eröffnung des muslimischen Gotteshauses an der Eutinger Straße. Fast auf den Tag genau 25 Jahre ist es her, dass sich Tausende von Menschen einfanden, darunter Dutzende Journalisten aus ganz Deutschland.

Sie wurden Zeuge eines historischen Augenblicks, schließlich – sieht man von der nie als geistliche Stätte genutzten Barock-Moschee im Schwetzinger Schlossgarten ab – handelte es sich um die erste Moschee in Baden-Württemberg. Wann immer später weitere Moscheen gebaut werden sollte, wurden Vertreter von Kirchen, Verwaltung oder lokalen Medien gebeten, von der Entwicklung in Pforzheim Kunde zu geben – wie alles begann und was sich daraus entwickelte. 18 Jahre lang beteten die Moslems in der Goldstadt in einem Provisorium – doch erst 1988 reiften die Pläne für einen Moscheebau. Die Islamische Union erwarb von der Stadt ein Grundstück an der Salierstraße. Das Vorhaben scheiterte jedoch am massiven Protest der Nordstädter. Die Stadt dachte um – und bot der Islamischen Union das Areal an der B 10 gegenüber dem Heizkraftwerk an. Vier Jahre später – im Jahr der Landesgartenschau – war die Moschee fertig. Samt Minarett, was mit den größten Aufschrei, auch in Teilen der christlichen Kirchengemeinden, verursachte. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.