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20.04.2010

Pforzheimer Feuerwehr hilft bei Großbrand in Bruchsal

BRUCHSAL/PFORZHEIM. Bei einem Brand in einer Recycling-Anlage in Bruchsal ist am Montagmorgen ein Millionenschaden entstanden. Zunächst hatte es in der Halle eine heftige Explosion gegeben. Flammen brachen aus und verbreiteten sich rasch in der ganzen Halle. Auch die Feuerwehr Pforzheim war vor Ort, um die Retter vor einem möglichen Einsturz des Gebäudes zu schützen.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr mit etwa 150 Einsatzkräften benötigte mehrere Stunden, um den Brand in dem Bruchsaler Industriegebiet zu löschen. Durch die enorme Druckwelle der Explosion wurden in dem rund 3300 Quadratmeter großen Gebäude mehrere schwere Rolltore aus Metall nach außen gedrückt. Teile der abgehängten Decke brachen ein. Zwei Arbeiter erlitten leichte Rauchgasvergiftungen.

Die Halle war nach dem Feuer akut einsturzgefährdet war und durfte nicht betreten werden. Aufgabe der Feuerwehr Pforzheim war es, mit ihrem großen Kranwagen dafür zu sorgen, dass die Hallenreste nicht einstürzten, während die ersten Aufräumarbeiten anliefen. Mehrere Stunden lang bis spät in die Nacht hinein leisteten die Pforzheimer Feuerwehrleute in Bruchsal Amtshilfe.

Das kommt übrigens öfter einmal vor, denn die Feuerwehr Pforzheim hat sich über Jahre hinweg mit Spezialfahrzeugen und speziellen Kenntnissen eine hohe Leistungsfähigkeit erarbeitet, die bei großen Schadensereignissen immer wieder von anderen Feuerwehren in Anspruch genommen wird. So wurde zum Beispiel vor vielen Jahren bei einem Brand im Wattkopftunnel bei Ettlingen die Feuerwehr Pforzheim zu Hilfe gerufen, weil diese damals noch als einzige Feuerwehr weit und breit eine eigene Grubenwehr mit Langzeit-Atemschutzgeräten hatte. Mitte Januar mussten die Pforzheimer nach Karlsruhe ausrücken. Bei einem schweren Straßenbahn-Unfall galt es, die Verletzten in einem mobilen Not-Lazarett, wie es eben die Feuerwehr Pforzheim besitzt, unterzubringen und zu versorgen.