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Für 60 Jahre Feuerwehrdienst ehrten Gerd Hartmann, stellvertretender Kommandant für den Bereich Ehrenamt, und Kommandant Sebastian Fischer Franz Bernard, Fritz Deusch, Roland Gabel, Gerhard Kreutel und Gerhard Gräßle (von links).
Für 60 Jahre Feuerwehrdienst ehrten Gerd Hartmann, stellvertretender Kommandant für den Bereich Ehrenamt, und Kommandant Sebastian Fischer Franz Bernard, Fritz Deusch, Roland Gabel, Gerhard Kreutel und Gerhard Gräßle (von links).
Zahlreiche Beförderungen vom Löschmeister bis zum Hauptbrandmeister gab es bei der Versammlung der Feuerwehr in der Hochfeldhalle. Fotos: Ketterl
Zahlreiche Beförderungen vom Löschmeister bis zum Hauptbrandmeister gab es bei der Versammlung der Feuerwehr in der Hochfeldhalle. Fotos: Ketterl
20.03.2016

Pforzheimer Feuerwehr pocht auf den Bedarfsplan

Die Worte „Kommunale Pflichtaufgabe“ sind am Freitag in der Hochfeldhalle mehrfach aus dem Lautsprecher getönt. Neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr stand bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Pforzheim auch ein anderes Thema im Vordergrund: die Zukunft der Floriansjünger mit Blick auf den Sparzwang durch die klamme Finanzlage der Stadt (die PZ berichtete).

Der Bedarfsplan samt Fahrzeugkonzept sei schon 2008 bis 2012 vor dem Hintergrund von Konsolidierungen geprüft und reduziert worden, unterstrich Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer. „Es gibt bei uns keine goldenen Löffel oder rosa Schleifchen, die man nun einfach weglassen könnte.“ Neben der Beschaffung von Fahrzeugen lag das Augenmerk dabei vor allem auf dem dringend benötigten Aus- oder Neubau der Hauptfeuerwache. Ein kostengünstiger Anbau mit zwei Stellplätzen soll der größten Not nun vorerst Abhilfe schaffen. Dennoch, so der Erste Bürgermeister und Feuerwehr-Dezernent Roger Heidt, sei es sein Anliegen noch in seiner Amtszeit die Weichen für eine langfristige Lösung zu stellen. Unter anderem mit einem externen Gutachten will er dem Gemeinderat noch vor der Sommerpause einen fundierten Vorschlag vorlegen. Es sei wichtig, die nötigen Rahmenbedingungen für den Dienst an der Gemeinschaft zu schaffen.

„Da muss der Gemeinderat gar nicht viel überlegen“, sagte Bezirksbrandmeister Jürgen Link, es müsse selbstverständlich sein, dass die Stadt die nötigen Mittel zur Erfüllung ihrer kommunalen Pflichtaufgabe bereitstelle. „Wir gehen davon aus, dass der Feuerwehrbedarfsplan nach wie vor umgesetzt wird“, unterstrich auch Carsten Sorg, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbands und kündigte an „mit Argusaugen darauf zu achten“, dass die Entwicklung in Sachen neue Wache keine Verschlechterung bedeutet.

Lob für die Integrierte Leitstelle

Heidt als auch Fischer erinnerten an Großereignisse im vergangenen Jahr. Darunter an den Brand in einem Haus in Dillweißenstein, der vier Menschen das Leben gekostet hatte, das Feuer im Burger-King auf der Wilferdinger Höhe sowie zahlreiche Unfälle, vor allem auf der Autobahn. „Danke für die Leistungen, die Sie erbracht haben“, sagt Heidt und lobte das Zusammenspiel zwischen Berufsfeuerwehr und Ehrenamt.

Durch den selbstlosen Einsatz der Floriansjünger sei die Feuerwehr Pforzheim eine „schlagkräftige, bestens ausgebildete und motivierte“ Truppe. Heidt und Fischer äußerten sich zudem anerkennend über die Arbeit in der neuen integrierten Leitstelle.