nach oben
Ein heißes Pflaster für den Einzelhandel: Die Unternehmer drängen auf eine rasche und umfassende Aufwertung der Fußgängerzone. Ketterl/PZ-Archiv
Ein heißes Pflaster für den Einzelhandel: Die Unternehmer drängen auf eine rasche und umfassende Aufwertung der Fußgängerzone. Ketterl/PZ-Archiv
09.12.2015

Pforzheimer Fußgängerzone: Handel mahnt zum Handeln

Pforzheim. Obwohl sich die Fraktionen im Gemeinderat grundsätzlich einig sind, dass in Pforzheims Fußgängerzone dringend Handlungsbedarf besteht, sind die Pläne zur Neugestaltung umstritten. Einzelhändler senden eindringliche Appelle, die aus ihrer Sicht einmalige Chance nicht zu vergeben. Entscheidet sich Pforzheim rasch für den Umbau, erhält es Fördergelder und muss nur zehn Prozent der 2,8 Millionen Euro bezahlen.

Nach der kontroversen Debatte über einen umfassenden Umbau der Fußgängerzone im Finanzausschuss (die PZ berichtete) kochen die Emotionen hoch. „Wir haben in Pforzheim die einmalige Gelegenheit, mehr zu bewirken in der Innenstadt, als reine Kosmetik zu betreiben“, sagt Karsten Jung vom gleichnamigen Modehaus im Namen seiner Kollegen. Der innerste Kern der Fußgängerzone müsse „dringend für unsere Zukunft“ generalsaniert werden, betont Jung, der die Sitzung nach einer Stunde entnervt verlassen hatte, und sendet einen eindringlichen Appell an das Stadtparlament: „Liebe Gemeinderäte, stimmt für den Umbau, für die Verbesserung, stimmt für die Stadt und nicht gegen sie.“

Obwohl sich alle Fraktionen eigentlich einig sind, dass in der City akuter Handlungsbedarf herrscht, wird um den richtigen Zeitpunkt, die Abfolge und die Gewichtung von Maßnahmen gerungen. Trotz unterschiedlicher Ansichten scheint sich nun aber doch eine deutliche Mehrheit für den geforderten großen Wurf abzuzeichnen, den die Stadt für einen Bruchteil der eigentlichen Kosten realisieren könnte. Weil Fördergelder des Bundes fließen, müsste Pforzheim nur zehn Prozent der anvisierten knapp 2,8 Millionen Euro aufbringen.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news