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Hier soll er hin: Den „Almgarten“ auf dem Messplatz planen die Marktamt-Experten Roland Nast (links) und Marc Pfrommer (rechts) mit dem Betreiber Enrico Becker (Zweiter von links) und Zeltbauer Klaus Hötz. Foto: Meyer
Hier soll er hin: Den „Almgarten“ auf dem Messplatz planen die Marktamt-Experten Roland Nast (links) und Marc Pfrommer (rechts) mit dem Betreiber Enrico Becker (Zweiter von links) und Zeltbauer Klaus Hötz. Foto: Meyer
So sieht das Almhüttendorf aus, mit dem Enrico Becker bundesweit für Verpflegung und Stimmung sorgt. Einzelne Elemente dieses Konzepts fließen ein in den individuell für Pforzheim gestalteten „Almgarten“. Foto: Becker
So sieht das Almhüttendorf aus, mit dem Enrico Becker bundesweit für Verpflegung und Stimmung sorgt. Einzelne Elemente dieses Konzepts fließen ein in den individuell für Pforzheim gestalteten „Almgarten“. Foto: Becker
Edle Pagodenzelte wie diese sollen Besucher des „Almgartens“ vor Wind und Wetter schützen. Foto: Zeltic
Edle Pagodenzelte wie diese sollen Besucher des „Almgartens“ vor Wind und Wetter schützen. Foto: Zeltic
19.04.2018

Pforzheimer Mess: Festzelt ist out, „Almgarten“ feiert Premiere

Pforzheim. Am laufenden Band tüftelt der städtische Marktmeister Marc Pfrommer an Neuerungen für die Pforzemer Mess – und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Wer an diesem Vormittag mit offenen Augen über den Messplatz wandelt, kann einen Blick auf erste Tests für eine Mess-Revolution nach Maß erhaschen.

In diesem Jahr wird es kein Festzelt mehr geben. Stattdessen können sich Besucher in einer Attraktion erfrischen und vergnügen, die den Namen „Almgarten“ tragen wird.

„Pforzheim ist hier der Vorreiter“, sagt Klaus Hötz, Chef der Maulbronner Firma Zeltic Mietservice: „Das wird bestimmt eine Superveranstaltung.“ Enrico Becker, Kopf der Stuttgarter Firma Becker Eventservice, nickt anerkennend: „Respekt, dass das Marktamt den neuen Weg auch mitgeht.“ Aus der Not haben Pfrommer und sein Team eine Tugend gemacht.

Das klassische Festzelt ist vielleicht noch in Bayern ein Publikumsrenner, andernorts hat es dieses Angebot jedoch zunehmend schwer. Transportkosten, aufwendiger Auf- und Abbau, Personal, stets frische Waren: Die Kosten sind enorm. „Da musst du dann richtig was drehen“, weiß Pfrommer. Um den Umsatzschwund zu bremsen, macht mancher Betreiber richtig Alarm und setzt inzwischen etwa auf lautstarkes und gerne auch wildes Remmidemmi: Malle-Partys oder ähnlich feuchtfröhliche Feten. „Das wollen wir nicht, das ist nicht unser Publikum“, sagt der Marktmeister. Schließlich sei die Mess ein Spaß für die ganze Familie und habe einen guten Ruf zu verteidigen. In den zurückliegenden Jahren habe es keinerlei Gewalt gegeben – bei jeweils rund 300.000 Besuchern eine absolute Seltenheit.

Pfrommer musste also nach einer Alternative suchen und kam zur Erkenntnis: „Ein Biergarten funktioniert eigentlich immer.“ Natürlich musste es für eine Kirmes, die in der Champions League der Volksfeste mitspielt, ein ganz besonderer Biergarten sein – man sitzt im Freien und trotzdem stets im Trockenen.

Die Pforzemer Mess beginnt am Freitag, 15. Juni, und dauert bis zum Sonntag, 24. Juni.

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