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Thomas Murphy, Frank Hucker, Ralf Maas und Lorenzo Elia, Michael von Rüden Christian Lachenmajer und Antonino Greco (von links) kümmern sich.  Foto: Roller 

Pforzheimer Müllpolizei: Schnelle Eingreiftruppe und Entsorgug gegen illegalen Müll

Pforzheim. Maximal eine Stunde dauert es, bis Christian Lachenmajer mit seinem vierköpfigen Team vor Ort ist. Oft geht es deutlich schneller. Schließlich soll illegal abgeladener Müll nach seiner Entdeckung so schnell wie möglich fachgerecht entsorgt werden. Seit Juni bietet der Beschäftigungsträger GBE zusammen mit der Stadt Pforzheim dafür vier Arbeitsplätze an – ein Erfolgsprojekt, das sich laut Michael von Rüden von den Technischen Diensten schon jetzt ausgezahlt hat. Er spricht von einer „Win-Win-Situation“ für die Stadt und für die Beschäftigten: für die Stadt, weil auf diese Weise illegal abgeladener Müll schnell entsorgt werde.

Und für die Beschäftigten, weil sie durch das Projekt nach mehreren Jahren ohne Arbeit und dem Bezug von Arbeitslosengeld II wieder eine Stelle hätten. So sieht das auch GBE-Prokurist Thomas Murphy, der durch das Projekt bereits eine sichtbare Verbesserung in der Stadt beobachtet hat. „Das ist schon fantastisch.“

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Eine deutliche Verbesserung haben auch die beiden Waste Watcher Antonino Greco und Frank Hucker festgestellt, die im Auftrag der Stadt illegale Müllablagerungen aufspüren und versuchen, den Verursacher ausfindig zu machen. Haben sie illegalen Müll entdeckt, dann rufen sie die von Christian Lachenmajer angeleitete, schnelle Eingreiftruppe an, die sich in kürzester Zeit um die Entsorgung kümmert: Schon beim Aufladen auf das Auto trennen sie den Müll, der anschließend zur Deponie und zu den Wertstoffhöfen gefahren wird. Um 7 Uhr beginnt der Arbeitstag, um 16 Uhr endet er. Manchmal geht es auch länger. Es gibt Tage, an denen sie von morgens bis abends unterwegs sind und bis zu einer Tonne Müll entsorgen.

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„Sie sind immer bereit, wenn wir sie anrufen“, lobt Greco, der sich darüber freut, dass es inzwischen seltener zu illegalen Müllablagerungen kommt:

„Wenn die Menschen die Müllpolizei sehen, hat das schon eine Wirkung.“

Sein Kollege Frank Hucker sagt, wirklich kritische Punkte gebe es inzwischen nicht mehr, auch die Grillplätze seien befriedet. Er führt das auf die hohe Präsenz der Waste Watchers zurück und darauf, dass die Menschen inzwischen für das Thema sensibilisiert sind. Auch von Rüden lobt die gute Zusammenarbeit zwischen den Waste Watchers und der schnellen Eingreiftruppe: Es handle sich um eine Erfolgsgeschichte, die man fortschreiben wolle.