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Der Biologe Matthias Hilligardt vom Amt für Umweltschutz (rechts), Michael Wolf, Leiter des Planungsamts (Mitte), und Stefan Auer, Chef vom Grünflächenamt (Zweiter von rechts), müssen beim Rundgang durch das „Lange Gewann“ einige Kritik wegstecken.  Foto: Meyer 

Pforzheimer Neubaugebiet: Hat die Verwaltung keine Rücksicht auf Bäume und Tiere genommen?

Pforzheim. Dort, wo sich das Baugebiet „Lange Gewann“ mit seinen 124 Bauplätzen auf dem Rodrücken zwischen der Grünewald- und Hercyniastraße entlangzieht, tummelten sich noch vor wenigen Jahren 32 Vogel- und vier Fledermausarten in den wilden Hecken. In das sechs Ar großen Gelände duckten sich alte Holzhäuser aus der Nachkriegszeit. Nur auf einer einzigen Wiese sind noch wenige Apfelbäume stehen geblieben. Die Besitzerin hatte die Bäume mit Bändern markiert, damit sie eine von der Stadt beauftragte Firma nicht einebnete, erinnert sich Wolfgang Vortisch. Der 59-jährige Pforzheimer und seine Frau Isabel haben erlebt, wie die Stadt im Zuge der Umlegung der überwiegend privaten Grundstücke zu Bauland alle alten Bäume roden ließ.

Auf dem Familiengrundstück, das gegen ein anderes getauscht wurde, stand später keiner der 30 Bäume mehr. Dabei hatte die Stadt alle in dem Gebiet als maßgeblich erkannt.

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