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Am Strietweg beim Sportplatz steht dieser Anhänger, den der OB-Kandidat Dimitrij Walter aber (noch) nicht als Wahlwerbung verstanden wissen will.
Am Strietweg beim Sportplatz steht dieser Anhänger, den der OB-Kandidat Dimitrij Walter aber (noch) nicht als Wahlwerbung verstanden wissen will.
03.02.2017

Pforzheimer OB-Wahl: Walter bringt Anhänger schon in Stellung

Früh in Fahrt ist Dimitrij Walter im OB-Wahlkampf. Der 34-jährige parteilose Kandidat sorgt derzeit auf dem Haidach mit einem bedruckten Autoanhänger für Aufsehen – und bei manchem Beobachter für Verwunderung.

Denn eigentlich sollte der Straßenwahlkampf erst in einigen Wochen beginnen. Wie berichtet, hatte der in Moskau geborene Bewerber in spe bereits Anfang Januar im Wortsinn Flagge gezeigt. An einem großen, derzeit mit Gerüst versehenen Gebäude an der Zerrennerstraße prangte Walters Konterfei samt Wahlwerbespruch. Die Stadtverwaltung hatte Walter dann aber bewogen, das Transparent abzuhängen. Zwar, so erläuterte damals der städtische Sprecher Michael Strohmayer, gebe es keine rechtlichen Vorgaben zum Start von Wahlwerbung. Üblicherweise würden sich Kandidaten aber einigen, erst wenige Wochen vor dem Wahltag Plakate anzubringen. Es werde stets die Abgabe der Bewerbungen und deren Zulassung abgewartet. Zur Erinnerung: Am 10. April endet die Bewerbungsfrist, die Bürger haben am Sonntag, 7. Mai, das Wort. Laut Alexandra Lachenauer, der stellvertretenden Leiterin des Ordnungsamts, werden sich Mitarbeiter der Verkehrsabteilung auf den PZ-Hinweis hin den Anhänger im Haidach anschauen. Sobald der Stadt Anträge auf Wahlwerbung vorlägen, würden Gespräche mit den Antragstellern geführt. Ziel sei ein „einheitlicher und nicht zu verfrühter Start“ der Wahlwerbung.

Auf PZ-Nachfrage betonte Dmitrij Walter gestern, sich grundsätzlich an diese Absprache zu halten. Den bereits bedruckten Anhänger habe er auf einem privaten Grundstück in Baden-Baden geparkt. Doch dann hätten ihn hiesige Freunde gebeten, das Gefährt für einen Umzug nutzen zu dürfen. „Ich wollte helfen, muss Courage zeigen und will Diener des Volkes sein“, so Walter. Nach diesem Umzug werde der Anhänger wieder zurück nach Baden-Baden gebracht. Er selbst sei bereits jetzt viel in der Stadt unterwegs und bei Veranstaltungen präsent: „Ich habe schon sehr viel erreicht.“ Mit dem eigentlichen Straßenwahlkampf werde er dann sechs Wochen vor dem Urnengang beginnen. Ein rühriges ehrenamtliches Team unterstütze ihn dabei. Die Plakate seien bereits fertig. Außerdem wolle er in der Stadt Briefkästen aufstellen lassen, in die Bürger Zettel mit Wünschen, Anregungen und Sorgen werfen könnten.

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