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Marielle Anumu präsentiert ihr Pferd Falco (8 Jahre), beim Tag der offenen Stalltür.   Eickhoff
Marielle Anumu präsentiert ihr Pferd Falco (8 Jahre), beim Tag der offenen Stalltür. Eickhoff
01.05.2016

Pforzheimer Reitverein öffnet zum wiederholten Mal die Stalltür

Kinderhände greifen nach den weichen Nüstern der Pferde, die neugierig aus ihren Boxen schauen. Mütter und Väter sehen stolz ihren Kleinen beim geführten Schnupperritt durch die Reithalle zu. Und ein gespanntes Publikum verfolgt den parallel stattfindenden Springlehrgang mit Championatsreiter Andy Candin auf dem Hans-Günther-Winkler Reitplatz direkt beim Pforzheimer Reitverein auf dem Buckenberg.

Dieser öffnete zum erneuten Male wieder seine Stalltüren unter dem bundesweiten Motto „Komm zum Pferd“ für die breite Öffentlichkeit.

Der „Tag der offenen Stalltür“ ist ein bundesweiter Aktionstag für Pferd und Pferdesport, initiiert von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und den Landespferdesportverbänden. Nahezu 350 Pferdesportvereine und Pferdebetriebe in ganz Deutschland nehmen daran teil und lockten in den vergangenen Jahren eine halbe Millionen Besucher zu den treuen Vierbeinern.

„Wir wollen den Pferdeinteressierten einen Querschnitt durch die reiterliche Laufbahn vorführen. Vor allem Familien mit Kindern besuchen uns an so einem Tag, aber auch Erwachsene finden den Weg zu uns. Es sind oft Späteinsteiger, die nur zur Freude reiten wollen, um vielleicht mal einen morgendlichen Ritt zu unternehmen oder auf ein Glas Bier beim nächsten Gasthof einzukehren“, erläutert Reitlehrer Michael Walter, der schon seit 45 Jahren mit Begeisterung im Reitverein tätig ist. „Über einen kleinen Rundgang durch unseren Verein kann man das Reiten, das Putzen und Auf- beziehungsweise Absatteln der Pferde hautnah miterleben.“ In gefüllten Eimern werden die 30 bis 50 Liter Wasser sichtbar gemacht, die ein Pferd pro Tag zu sich nimmt. Daneben türmt sich das Heu, sieben bis zwölf Kilogramm frisst ein Reittier, dazu kommen noch Hafer, Peletts und Müsli jeweils drei Mal pro Tag. Einen Raum weiter ist gerade Marielle Anumu dabei, ihrem Hengst Falco die Hufen zu putzen, einem von 55 Pferden, die die Boxen des Vereins füllen. Während die Pferde von ihrem Eigentümern gestriegelt werden, können die Gäste an verschiedenen Stationen die aufwendige Putzausrüstung für Pferde begutachten, die mit passender Beschilderung ausgelegt wurde. Oder sie werfen einen Blick auf die volle Reitermontur, die vor allem aus Reiterhelm, Reiterstiefeln und Reiterhose besteht.

„Wer sich für das Reiten in unserem Verein interessiert, beginnt regulär mit 15 Longenstunden und wird danach in kleine Gruppen eingeteilt. Der Reiterverein bietet eine große Auswahl an Angeboten, vom Kids-Club für die Kleinsten, der spielerischen Heranführung an das Pferd, über Longenstunden bis hin zu Reitunterricht in der Abteilung“, so Michael Walter.