PFORZHEIM/KARLSRUHE. Der Vize-Chef der „Hells Angels“ in Pforzheim ist am Freitag wegen gefährlicher Körperverletzung und illegalen Besitzes einer Pistole zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Den Vorwurf des versuchten Totschlags hatte selbst die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer fallen gelassen.
Auch die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Karlsruhe war der Auffassung, dass es keinen Beweis dafür gebe, dass der 36-jährige Rocker selbst die scharfe Waffe abgefeuert hatte, mit der einer von rund einem Dutzend „Hells Angel“ im Zuge einer Schlägerei auf die verfeindeten „United Tribuns“ gefeuert hatte. Die Auseinandersetzung hatte sich am 27. November 2010 auf dem Parkplatz des Hauptgüterbahnhofs in der Nordstadt abgespielt. Das Gericht sah auch keinen schweren Landfriedensbruch, weil die dafür erforderliche „Menge“ an Menschen nicht gegeben gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft hatte dreieinhalb Jahre gefordert, die Verteidigung zwei Jahre und drei Monate. Das Urteil ist rechtskräftig. ol
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