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Im Mai 2012 beteiligte sich Mounir I. (rechts) an der Seite eines bärtigen Glaubensbruder mitten in der Pforzheimer City an der umstrittenen Koran-Aktion. PZ-Archiv
Im Mai 2012 beteiligte sich Mounir I. (rechts) an der Seite eines bärtigen Glaubensbruder mitten in der Pforzheimer City an der umstrittenen Koran-Aktion. PZ-Archiv © PZ-Archiv
19.11.2015

Pforzheimer Salafist Mounir I. übt Häuserkampf in Syrien

Pforzheim. Das erste Opfer eines Krieges ist immer die Wahrheit – umso mehr, wenn sich aus Gründen der Lebensgefahr kaum unabhängige Journalisten im Kampfgebiet aufhalten. So gelangte auch die mutmaßliche Falschmeldung in die Welt, wonach in Syrien kämpfende IS-Terroristen angeblich getötet worden seien, darunter auch der aus Pforzheim stammende Mounir I. (21).

Er sei bei Kämpfen in der syrischen Stadt Aleppo ums Leben gekommen, hieß es. Der Salafist mit eritreischen Wurzeln ist nicht der einzige „Wiederauferstandene“ des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS). Nach Recherchen der „Stuttgarter Nachrichten“ täuschen Dschihadisten ihren Tod vor – in einem Chat tat dies auch die Ehefrau von Mounir I. (die PZ berichtete) –, um ihre Feinde in Sicherheit zu wiegen und unerkannt nach Europa zu gelangen, um dort Anschläge zu verüben. Auf dem Handy eines IS-Kämpfers, der von der „Freien Syrischen Armee“ (FSA) gefangen genommen wurde, sind Fotos zu sehen, die Mounir I. beim Häuserkampf-Training zeigen, aufgenommen im September in der Stadt Palmyra, in der der IS Weltkulturgüter sprengte und eine Schreckensherrschaft verbreitet. ol

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