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Schmuckelheim

Die hauptamtliche Mitarbeiterin Kerstin Opolka legt letzte Handgriffe an den „Elterngarten“ an.   Eickhoff
Die hauptamtliche Mitarbeiterin Kerstin Opolka legt letzte Handgriffe an den „Elterngarten“ an. Eickhoff
30.07.2017

Pforzheimer „Schmuckelheim“ ist einzugsbereit

Der Startschuss ist gefallen. Ab heute bevölkern für zwei Wochen 300 Kinder die Räume des Schmuckmuseums, dass sich innerhalb weniger Tage in die kleine Spielstadt „Schmuckelheim“ verwandelt hat.

Sie werden im Museum und der Sparkasse den Ton angeben, die Macht über Regierung und Presse haben und die Entscheidungskraft über die Verwaltung und die Müllabfuhr.

Dass die sechs bis Zwölfjährigen auch in ihrem Sinne wirken können, schuften schon seit Tagen die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Mobilen Kinderangebote (Moki). Es werden Zäune aufgestellt, Kisten geschleppt und Sand umgeschichtet. Untergeschoss, Erdgeschoss und Büroräume des Schmuckmuseums wurden mit Arbeitsstätten für die jungen Stadtbewohner eingerichtet. Im Innenhof entstand unter anderem ein Erlebnisbereich mit einer Oase zum Entspannen, einem Klopfplatz mit versteckten Fossilien für kleine Hobby-Paleontologen oder einem Teich mit verborgenen Schätzen.

Eigentlich wäre Pause

Eigentlich würde die Kinderspielstadt 2017 pausieren, sie öffnet ihre Tore alle zwei Jahre und hat bereits zum achten Mal 2016 unter dem Namen „Puzzleheim“ in der Bohrainschule stattgefunden. Aufgrund des Schmuckjubiläums gibt es aber eine „Puzzleheim“-Sonderauflage. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Kreativität, Werkstätten und Schmuck. „Eine gewisse Umstellung von den Klassenzimmern einer Schule hin zu den Räumlichkeiten in einem Museum sind schon da“, bemerkt die hauptamtliche Mitarbeiterin Kerstin Opolka.

„Wir müssen zum einen Rücksicht auf die Museumsbesucher nehmen und auch die Räume im Auge behalten, die in einer Schule mehr beansprucht werden können. Aber da haben wir bei den Kindern keine Bedenken.“ In erster Linie freut sie sich über die gute Logistik im Schmuckmuseum. „Wir haben zusätzliche Hilfe durch die beiden Hausmeister und bekommen Tische und Geschirr gestellt.“ Fast fünfzig Mitarbeiter werden in den kommenden Wochen für einen runden Ablauf sorgen, darunter auch Jung-Mitarbeiter, die noch vor wenigen Jahren selber Puzzleheimer waren. Aufgrund des Umzugs von der Schule ins Museum werden die 150 Kinder nach einer Woche einmal durchwechseln.

Diese bringen interessierte, junge Journalisten und Fotografen von der stadteigenen „Schmuckelheimer Zeitung“ auf den neuesten Stand. Die PZ übernimmt die Betreuung und den Druck und wird, wie schon in den letzten Jahren, täglich vom Treiben in „Schmuckelheim“ selbst berichten.

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