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Trainerin Amelie Obier (links) zeigt im Kurs „Selbstbehauptung und seelische Gesundheit“ einer Schülerin, wie sie sich schützen kann.  Foto: Privat 

Pforzheimer Schule richtet Sozialprofil neu aus: Hebel startet Kompetenz-Programm

Pforzheim. „Die Förderung und Stärkung der sozialen und emotionalen Kompetenzen der Schüler war und ist am Hebel-Gymnasium schon immer integraler Bestandteil von Schulentwicklung,“ erklärt Ameli Obier. Die Lehrerin wird ab Februar einen speziellen Kurs in allen Klassen anbieten. Denn mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres werde das Hebel-Gymnasium einen weiteren Schritt auf dem Gebiet der Schulentwicklung gehen, indem ab Februar ein weiteres Programm angeboten werde.

Der Name des Kurses, der in Zusammenarbeit mit dem mit dem Gewaltpräventionsverband International Protactics Federation erarbeitet wurde und ab Klasse 5 stattfinden wird, lautet: „Selbstbehauptung und seelische Gesundheit“ und widmet sich der nachhaltigen Förderung und Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen. Mit kontinuierlicher AG-Arbeit wie beispielsweise Chören, Orchestern, Kunst-, Foto-, Schach-, Sport- oder Sanitäts-Arbeitsgruppen werde die Schule bislang ebenso zum Lebens- und Sozialraum wie durch Programme von Lions-Quest, das Jugendbegleiterprogramm, Patenschaften oder Kennenlerntage in Klasse 5 und 8 sowie durch Studienfahrten, erklärt Obier. Die Herausforderungen der vergangenen zwei Jahre, die aufwendigere Projekte erschwerten, hätten dazu geführt, dass sich das Gymnasium nun neu ausrichte. Mit Beginn des zweiten Halbjahrs werde im Hebel-Gymnasium nun sein Sozialprofil unter dem Namen „Reskills“ (Resilienz fördernde Kompetenzen) gestärkt. Die Module des Kurses setzten sich zusammen aus einem theoretischen und zwei praktischen Teilen. Im theoretischen Teil würden Themen besprochen, wie Sicherheit auf dem Schul- oder Nachhauseweg oder auch Gefahreneinschätzung. Der Schwerpunkt liege im Anschluss auf dem praktischen Teil. Dabei gehe es laut Obier um Trainings zur Koordination und (Reaktions-) Schnelligkeit sowie Körpersprache und einfache Techniken. „Neben vielen spielerischen Elementen machen vor allem die S.a.T.-Trainings das Programm einzigartig. Denn hierbei handelt es sich um situative Handlungstrainings, die Alltagssituationen des öffentlichen Raums nachstellen“.

Da wegen der Pandemie auch 2022 kein normaler Tag der Offenen Tür am Hebel-Gymnasium möglich sein wird, findet dieser laut einer Pressemeldung in digitaler Form statt. Am Samstag, 29. Januar, ab 10 Uhr stellt das Schulleitungsteam, bestehend aus Schulleiter Bernhard Steger, seinem Stellvertreter Stefan Bäuerlein und den Abteilungsleitern Christiane Neudorfer, Torsten Rupf und Olga Trott, das Gymnasium mit seinen Profilen vor. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf das pädagogische Konzept in der Unterstufe gelegt. Aber auch die verschiedenen Profile, der durchgehende Informatik-Unterricht, die Plattformen für digitalen Fernunterricht oder Hybridunterricht und die digitalen Dienste finden ihren Raum. Die Veranstaltung wird bis voraussichtlich 12 Uhr dauern. Desweiteren gibt es in diesem Jahr wieder eine Online-Video-Sprechstunde für interessierte Eltern.Infos und einen Link zum Tag der Offenen Tür gibt es auf hebel-pf.de/start-am-hebel. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Termine für die Online-Sprechstunde auf hebel-pf.de/start-am-hebel/buchen.