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Die Drei von der Schenk-Stelle: Martin Burger, Arthur Dingeldein und Marc Pfrommer (von links). Foto: Bechtle
Vor der Galeria Kaufhof spielte am Samstagnachmittag der Posaunenchor der Neuapostolischen Kirche. Foto: Bechtle
20.12.2015

Pforzheimer Weihnachtsmarkt weckt Freude: positive Bilanz

Glühwein bei über 15 Grad und strahlend blauem Himmel? „Manche Weihnachtsmarkt-Besucher brauchen das – das gehört einfach dazu“, sagt Arthur Dingeldein, Sprecher der Beschicker des 44. „Goldenen Weihnachtsmarkts“ im Herzen der Goldstadt. Mit Marktmeister Marc Pfrommer zieht er Bilanz – kurz bevor am Dienstag der Markt für dieses Jahr endet. Dem verhaltenen Auftakt folgte eine konstante Aufwärtsentwicklung.

Wieviele Besucher kamen? Erwartet wurden – optimistisch – knapp 400.000 Menschen.

Laut Pfrommer werden es wohl bis Dienstagnacht maximal 350.000 gewesen sein. Grund: Die ersten Tage konnte man das Wetter vergessen – seither ging es aber aufwärts.

Bildergalerie: City on Ice: Ein Treffpunkt zum Erleben, Bewegen und Genießen

Trifft das auch auf andere Städte zu?

Im Prinzip ja – doch gerade die größeren Städte leben mehr vom Bus-Tourismus. Und das schlug erwartungsgemäß negativ durch.

Als Neuling betrat in dieser Saison Martin Burger mit einer Auswahl erlesener Mitbringsel – Brände, Öle, Marmeladen – die Szene. Welche Bilanz zieht er?

„Die Pforzheimer waren anfangs etwas verhalten – aber dann kamen sie, vor allem, je näher es auf Weihnachten und damit auf das Schenken zugeht.“

Was ist in diesem Jahr besonders aufgefallen?

Laut Arthur Dingeldein sind mehr ältere Menschen – auch mit Gehhilfen wie einem Rollator – auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs. Möglicherweise liege das daran, dass im Gegensatz zur räumlichen Enge bei anderen Weihnachtsmärkten in Pforzheim mehr Platz herrsche.

„Goldener Weihnachtsmarkt“, Mittelalter-Weihnachtsmarkt im Blumenhof, das von der PZ maßgeblich unterstützte Spektakel „City on Ice“ und der Einzelhandel mit dem Weihnachtsgeschäft – befruchtet sich das gegenseitig?

„Das ist ein stimmiges Gesamtpaket“, sagt Marktmeister Pfrommer, „besser geht’s gar nicht.“

Nichts ist so gut, dass man nichts verbessern könnte . . .

Man wolle nicht quantitativ wachsen, sondern qualitativ – und das sei bisher immer gelungen, sagen Dingeldein und Pfrommer. Das habe sich durch die Integration des Mittelalter-Weihnachtsmarkt gezeigt – und auch bei dessen inhaltlichen Weiterentwicklungen wie dem kulturellen Beiprogramm, beispielsweise den Aufführungen in der Schloßkirche und auf der Bühne im Blumenhof.

Der Mittelaltermarkt macht am 24. und 25. Dezember eine Pause. Heute wird ab 20.30 Uhr Wintersonnenwende gefeiert.