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Ein Zeichen für die Willkommenskultur: Bernd Härtel und Andreas Ochs von der Agentur Agil Visuelle Kommunikation mit Diakonie-Geschäftsführerin Sabine Jost, Sieghardt Bucher, Vorstandsmitglied der Sparkasse Pforzheim Calw, sowie Jugend- und Sozialamtsleiter Rüdiger Staib (von links).  Foto: Ketterl
Ein Zeichen für die Willkommenskultur: Bernd Härtel und Andreas Ochs von der Agentur Agil Visuelle Kommunikation mit Diakonie-Geschäftsführerin Sabine Jost, Sieghardt Bucher, Vorstandsmitglied der Sparkasse Pforzheim Calw, sowie Jugend- und Sozialamtsleiter Rüdiger Staib (von links). Foto: Ketterl
12.10.2015

Pforzheimer Willkommensbündnis will mit neuer Marke präsenter werden

Auf den ersten Blick ist es ein einfaches Logo, schlicht, aber gefällig. Doch für das Willkommensbündnis bedeutet die neue „Wort-Bild-Marke“ einen Schritt zu mehr Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit – für alle Beteiligten. Seit März habe man an der Umsetzung gearbeitet, „nun geht es darum, die Marke zu verwenden“, sagt Diakonie-Geschäftsführerin Sabine Jost bei der Vorstellung.

In dem halben Jahr hat sich einiges verändert, die Zahl jener, die in Deutschland ein besseres Leben suchen, ist deutlich angestiegen. „Die Realität hat uns überholt“, sagt Jost. Die Größenordnungen nehmen zu, die grundsätzliche Herausforderung ist geblieben. Und so hat das Logo viel mit Identität zu tun. „Wenn man ,herzlich willkommen in Pforzheim‘ sagt, muss man genau erklären, was man damit meint“, betont Jost. Es soll allen Partnern des Bündnisses zur Verfügung stehen, ist als Symbol des Miteinanders gedacht, des gemeinsamen Bestreitens des Alltags in der Stadt. „Was die Politik macht, hat mit der Wortmarke nichts zu tun.“

Die 2000 Euro für die Kosten kommen von der Sparkasse Pforzheim Calw, die sich auf Anregung des Oberbürgermeisters und Verwaltungsratsvorsitzenden Gert Hager einbrachte. Die Köpfe dahinter sind keine Unbekannten. Die Agentur Agil hat etwa das aktuelle Tourismus-Logo der Stadt gestaltet. Die schlichte Struktur der neuen Arbeit soll auf die Geschichte der Neuankömmlinge verweisen. Agil-Geschäftsführer Andreas Ochs erinnert an den Weg, „der nicht immer geradlinig verläuft“. Am Ende des wärmer werdenden Farbverlaufs steht ein Goldton. „Wir wollten ein effizientes Logo gestalten und die Botschaft integrieren. Das war unser Fokus“, sagt Kollege Bernd Härtel. Vom Briefkopf bis zum Anstecker soll es als Identifikationsmerkmal dienen, so Jost.

Plattform für den Austausch

Bestandteil der Marke ist auch ein Internetauftritt. www.pforzheimer-willkommensbuendnis.de verweist noch auf den Auftritt der Diakonie und soll so schnell wie möglich mit Leben gefüllt werden. In Kooperation mit Studenten der Hochschule entsteht hier eine Plattform für Asylbewerber und Ehrenamtliche gleichermaßen. Ohne die, betont Rüdiger Staib, Leiter des Jugend- und Sozialamts, werde die Herausforderung nicht zu bewältigen sein.

Die Seite soll eine Hilfestellung im Alltag sein, so Jost. Formale Hürden gibt es viele, etwa die Eröffnung eines Kontos, wie Sieghardt Bucher, Mitglied des Sparkassenvorstands, berichtet. Bis die Seite in ihrer endgültigen Form steht, können noch Monate vergehen. „Wir werden sie aber auch dann noch brauchen“, so Staib.

www.pforzheimer-willkommensbuendnis.de

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