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© Symbolbild dpa
11.01.2018

Pforzheimer entdeckt spitze Nadel in Süßspeise

Pforzheim. Es ist eine Horrorvorstellung: Beim Verzehr einer Süßspeise hat ein 69-jähriger Mann aus Pforzheim am Mittwochabend eine Nadel in seinem Mund entdeckt.

Glücklicherweise wurde er durch den spitzen Gegenstand nicht verletzt und informierte sofort die Polizei. Die Süßspeise hatte sich das Opfer zuvor selbst zubereitet, da sie angerührt werden musste. Das teilten die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Polizeipräsidium Karlsruhe am Donnerstagnachmittag mit. Um welches Produkt es sich bei der Süßspeise oder den einzelnen Bestandteilen handelt, gab Staatsanwalt Dr. Bernhard Ebinger nicht an. Die alarmierten Beamten stellten die Lebensmittelverpackungen wie auch die Nadel sicher. An der Verpackung waren nach ersten Erkenntnissen keine Einstichstellen festzustellen.

Staatsanwalt Ebinger wies darauf hin, dass die kriminaltechnischen Untersuchungen gerade erst begonnen hätten. „Wir haben derzeit keine Erkenntnisse darauf, dass eine Erpressung im Raum steht“, so Ebinger gegenüber PZ-news. Parallelen zu den Vorfällen in Offenburg gebe es bislang nicht.

Nach den bisherigen Ermittlungen hat der betroffene 69-Jährige das Lebensmittel Anfang des neuen Jahres in einem Supermarkt gekauft. Um welche Filiale es sich handelt, konkretisierte die Staatsanwaltschaft nicht. Die betroffene Produktreihe sei bereits aus dem Sortiment genommen worden. Die Kriminaltechniker untersuchen die Produkte derzeit. Wie die Nadel letztlich in das Dessert gelangen konnte, ist derzeit Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Erst im Dezember und erneut Anfang Januar waren in einem Offenburger Discounter gefährliche spitze Stecknadeln in Lebensmitteln entdeckt worden. Kunden entdeckten die kleinen Stechwerkzeuge zum Glück rechtzeitig vor dem Verzehr der präparierten Waren. Beim Verschlucken können Nadeln schwere innere Verletzungen verursachen.

Im September hatte in Baden-Württemberg ein Erpresser Angst und Schrecken verbreitet, als er mit dem Giftstoff Ethylenglykol versetzte Babynahrung in Supermärkten platzierte. Der Mann verlangte von einem Handelsunternehmen eine zweistellige Millionensumme. Später wurde der 53-Jährige im Raum Tübingen festgenommen.

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PF-West
11.01.2018
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Woher wollen Sie denn wissen das es nicht ein anderer Supermarkt ist? mehr...

Schreiberling
11.01.2018
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