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Rund 80 Bürger haben sich im CongressCentrum Pforzheim mit dem ersten Arbeitsfeld des Masterplans für die Stadt Pforzheim auseinandergesetzt. © Seibel
17.04.2011

Pforzheimer erfüllen Masterplan mit Leben

PFORZHEIM. Die erste Zukunftswerkstatt zu dem Handlungsfeld "Wirtschaft, Arbeit & Finanzen" des Pforzheimer Masterplans ist im Pforzheimer CongressCentrum beendet worden. Oberbürgermeister Gert Hager zeigte sich "sehr zufrieden" über die ersten Ergebnisse der Bürgerbeteiligung.

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Rund 80 Pforzheimer waren ins CongressCentrum gekommen, um am Freitagnachmittag sowie den gesamten Samstag ihre Ideen und Visionen für die Bereiche "Wirtschaft, Arbeit & Finanzen" in Arbeitsgruppen zu erarbeiten. "Meine Erwartungen haben sich mehr als erfüllt", sagte der Verwaltungschef, der sich vor allem über die Qualität der Beiträge freute. Einige Ideen seien kurzfristig umsetzbar, meinte Hager.

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So kündigte er an, dass er Lotsen installieren will, die eine Verbindung zwischen Pforzheimer Unternehmen und der Pforzheimer Hochschule herstellen sollen. Andere Visionen indes, wie die Schaffung neuer Gewerbegebiete, müssten langfristig angegangen werden.

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Teilnehmer Felix Flachenecker, erhoffte sich durch die Zukunftswerkstatt, mehr Mitbestimmung für die Jugendlichen in Pforzheim, während Marilyn Fenton sich wünschte, dass "sich ein paar gute Ideen aus den Zukunftswerkstätten entwickeln.  

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Mit dem Masterplan hat sich die Stadt Pforzheim eine ehrgeizige Aufgabe gestellt. In einem umfassenden und transparent angelegten Dialog zwischen Experten, Politik und Bürgerschaft sollen in den nächsten 1 _ Jahren die Grundlagen für eine gesunde Stadtentwicklung gelegt werden. An diesem Wochenende wurde insbesondere die schon vorhandenen Möglichkeiten, aber auch die Herausforderungen der Zukunft der Stadt Pforzheim in den Bereichen Wirtschaft, Arbeit, Finanzen und Innenstadt gesucht und diskutiert. Häufig genannt wurden Aspekte rund um das Thema Marketing und Image. Kommunikation nach außen und innen und untereinander, das Etablieren von Netzwerken, das Herausstellen eigener Stärken wurden angesprochen. Ob haushaltsnahe Dienstleistungen zur Erleichterung der Erwerbstätigkeit, ein zweiter Arbeitsmarkt für öffentliche Bedarfe, Chancen und Potentiale für Arbeit in allen Qualifikationsstufen oder die Aufgabe, junge Leute zu faszinieren und ihnen Orte zu geben – „ohne etwas in den Vordergrund stellen zu wollen, hier steckt eine wahre Fundgrube von qualitätshaltigen Vorschlägen drin“, so der Oberbürgermeister. Immer wieder angesprochen wurde ein Gewerbegebiet mit Servicezentrum, Alleinstellungsmerkmale für Pforzheim zu schaffen, um sich im Wettbewerb zu positionieren. Fazit: die Bürgerinnen und Bürger haben eine Vielzahl von Ideen, von denen die Stadt nur profitieren kann.

Wie geht’s jetzt weiter?

In seinem Abschlussstatement machte der Oberbürgermeister klar, dass es verschiedene Ebenen der Realisierung gibt. Einiges könne sofort realisiert werden. Anderes werde in den weiteren Prozess des Masterplans eingespeist und konkretisiert. So gibt es zum Einen fünf weitere strategische Handlungsfelder und zum Anderen Abstimmungsgespräche mit den Experten. Die Experten hatten sich bereits zu Beginn des Monats zum Thema „Wirtschaft, Arbeit und Finanzen“ ihre Gedanken gemacht. Vier Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerschaft, vier Vertreterinnen und Vertreter der Experten und der Oberbürgermeister werden in einer weiteren Runde die erarbeiteten Ergebnisse „verfeinern“. Als Vertreterinnen und Vertreter der Bürger wurden gewählt: Jörg Bickel, Eberhard Schlecht, Ludmilla Schatz, Eva Vogt.