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Große Aufregung am Sonntagmittag am Epplesee in Rheinstetten: Badegäste sahen zehn Meter vom Ufer entfernt einen menschlichen Körper im Wasser treiben.
Große Aufregung am Sonntagmittag am Epplesee in Rheinstetten: Badegäste sahen zehn Meter vom Ufer entfernt einen menschlichen Körper im Wasser treiben. © Foto: Ramona Alvarez de Lara
30.06.2019

Pforzheimer helfen bei Bergung von Wasserleiche aus dem Epplesee

Karlsruhe. In einem Karlsruher Baggersee ist am Sonntagmittag eine männliche Leiche entdeckt worden. Das teilte die Polizei am späten Abend mit. Am Montag ist der junge Mann schließlich identifiziert worden. Pforzheimer hatten bei der Bergung der Wasserleiche geholfen.

„Da hat plötzlich ein Mann um Hilfe geschrien und dann sah ich, wie da ein Mensch mit dem Gesicht im Wasser trieb.“ Ramona Alvarez de Lara vom Pforzheimer Restaurant „Don Perez Tapas“ wollte eigentlich mit mehreren Freunden der sonntäglichen Hitze durch ein kühles Bad im Epplesee bei Rheinstetten entfliehen, doch nach dem Hilferuf hatte das Freizeitvergüngen eine ganz andere Wendung genommen. Sie sei mit allen Bekannten sofort ins Wasser gerannt, um zu helfen und den rund zehn Meter vom Ufer leblos treibenden Körper aus dem Wasser zu ziehen.

„Man hat gleich gesehen, dass er ertrunken ist. Da war nichts zu machen“, erinnert sich Ramona Alvarez de Lara gegenüber PZ-news. Sie habe ein bisschen Blut im Mund gesehen.

Mehrere Tage tot im Wasser gelegen

Auch das herbeigeeilte Rettungspersonal konnte nichts mehr ausrichten. Aufgrund der Auffindesituation ging die Polizei davon aus, dass die Person mehrere Tage im Wasser gewesen war. Die Todesursache war zunächst noch unbekannt. Laut Polizei handelt es sich um einen 25-jährigen Studenten aus Bangladesch. Demnach ist er offenbar bei einem Badeunfall ums Leben gekommen.

Für viele, die am Sonntag die Bergung der Leiche mit anschauen mussten, war es ein großer Schock. Einige Betroffene äußerten sich in den sozialen Medien der PZ zum Thema. „Meine Freundinnen haben geweint, und mir wurde schlecht“, sagt Ramona Alvarez de Lara. Das sei aber alles erst verzögert gekommen, denn als es darum ging, schnell zu handeln, habe man einfach spontan reagiert und bei der Bergung aus dem Wasser geholfen. Den Anblick der Leiche wird sie wohl so schnell nicht mehr vergessen. An Baden war an diesem Sonntag nicht mehr zu denken.