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Fünf von zunächst 16 Kursteilnehmern, die zu ehrenamtlichen Dolmetschern werden: Jala Al-Khaldi, Yolant Gökson, Adeela Abdullah, Mülkiye Kurt und Maria Richter (von links).
Fünf von zunächst 16 Kursteilnehmern, die zu ehrenamtlichen Dolmetschern werden: Jala Al-Khaldi, Yolant Gökson, Adeela Abdullah, Mülkiye Kurt und Maria Richter (von links).
11.12.2015

Pforzheimer mit ausländischen Wurzeln werden zu Dolmetschern

Pforzheim. Die einen sprechen Rumänisch, Bulgarisch Türkisch oder Russisch, andere Arabisch oder Persisch. Manche können aber auch Menschen zur Seite stehen, die Aramäisch, Turkmenisch oder Urdu sprechen. 16 Pforzheimer mit ausländischen Wurzeln haben am Freitag ihre Ausbildung zu kulturellen Mittlern begonnen.

Wie Sozialbürgermeisterin Monika Müller betont, soll ein Pool ehrenamtlicher Dolmetscher entstehen, der Zuwanderern hilft, Hürden auf dem Weg zur Integration abzubauen. Möglich macht das ein Programm des Landesministeriums für Integration.

Mit 48 000 Euro wird das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt gefördert, das den Namen „Vielfalt sprechen – Teilhabe ermöglichen“ trägt. Zum zweiten Mal hatte sich die Stadt, die selbst 32 000 Euro einbringt, um eine Förderung beworben und nun den Zuschlag erhalten. Nach Abschluss der ersten Qualifizierungsrunde soll eine zweite Gruppe zu ehrenamtlichen Dolmetschern ausgebildet werden.

Alle Teilnehmer der ersten Runde sind bereits ehrenamtlich aktiv – in der Schulsozialarbeit, in Familienzentren, in integrativen Projekten.

Die städtische Integrationsbeauftragte Anita Gondek stellt den hohen Einsatz der Teilnehmer heraus. Erst im Juli 2016 erhalten sie das Zertifikat „Kultureller Mittler – ehrenamtlicher Dolmetscher“. Bis dahin werden sie etliche Freitagnachmittage und Samstage opfern. Wie Kursleiterin Dagmar Strokol-Metter vom Institut für Antidiskriminierung- und Diversityfragen der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg erläutert, sind sechs Module zu bewältigen. Vermittelt wird etwa, was in Sachen Datenschutz zu beachten ist, wie man sich in Konfliktsituationen verhält oder welche Beratungsstellen es gibt. Die Teilnehmer setzen sich aber auch mit Deutschlands Einwanderungsgeschichte und dem eigenen Migrationshintergrund auseinander.

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