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22.09.2008

Pforzheimer schockiert über Unfall eines Siebenjährigen

PFORZHEIM. Die Pforzheimer sind schockiert über das Unglück, bei dem am Samstagmittag ein siebenjähriger Junge bei einem Sturz an der Rolltreppe im C&A lebensgefährlich verletzt wurde. In einer Umfrage von PZ-news verurteilen viele der Befragten die Eltern. Sie sind der Meinung, die Eltern hätten besser aufpassen müssen.


Der Sturz eines Siebenjährigen, der sich am Handlauf einer Rolltreppe hinauf gehangelt hatte, abgerutscht und aus einer Höhe von fünf Metern auf eine Kundin gestürzt war, beschäftigt die Pforzheimer. Davon zeugen unter anderem die zahlreichen Anrufe, die am Montag im Jugendamt der Stadt Pforzheim eingingen. Viele äußerten ihr Unverständnis darüber, dass die Eltern nicht besser auf den Jungen aufgepasst haben.

Frank Schmidt, Leiter der Jugend- und Familienförderung beim Jugend- und Sozialamt der Stadt Pforzheim, warnt davor, die Eltern einfach zu verurteilen. „Es muss nun genau geprüft werden, wie weit die Persönlichkeit des Kindes entwickelt war“, erklärt er. Daraus könne man dann ableiten, ob die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Denn nicht jedes Kind turne über die Rolltreppe, wenn es einmal aus den Augen gelassen wird.

Nach Angaben der Polizei geht es dem Jungen, der mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Ludwigsburg geflogen werden musste, wieder etwas besser. „Sein Zustand ist stabil“, sagt Wolfgang Schick, Sprecher der Polizeidirektion Pforzheim.