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Pforzheims Kultur- und Sozialbürgermeisterin Monika Müller. Archivfoto: Seibel
Pforzheims Kultur- und Sozialbürgermeisterin Monika Müller. Archivfoto: Seibel
27.07.2017

Pforzheims Bürgermeisterin Monika Müller auf dem Absprung?

Pforzheim. Die Gerüchteküche brodelt bereits seit einigen Wochen. Bürgermeisterin Monika Müller (SPD) werde sich nicht wieder zur Wahl stellen als Dezernentin für Soziales, Bildung und Sport, wenn ihre Amtszeit im kommenden Jahr ausläuft, heißt es, Spekulationen über Jobangebote und Umorientierung machen die Runde – vor allem auch vor dem Hintergrund, dass der künftige Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) bereits im Wahlkampf angekündigt hatte, die Finanzen aus dem eigenen Ressort ausgliedern zu wollen. Die logische Folge: eine Umschichtung der Dezernatsstrukturen.

„Ich bin auch schon mehrmals in der letzten Zeit auf eine mögliche berufliche Veränderung angesprochen worden“, sagt Müller auf Anfrage er „Pforzheimer Zeitung“. Die Arbeit als Dezernentin für Soziales, Bildung und Sport bei der Stadt Pforzheim empfinde sie auch nach über sechs Jahren als „herausfordernde, zugleich sehr interessante und erfüllende Aufgabe“, lässt sie wissen.

Aber: „Nach der Oberbürgermeisterwahl stellt sich die Frage, wie sich Pforzheim zukünftig aufstellt, welche politischen Mehrheiten grundsätzlich verlässlich sein werden – das betrifft auch Personalfragen.“ Da ihr Amt als nächste Wahl anstehe, „ist das natürlich auch in der Diskussion“, weiß Müller. „Ich muss persönlich großes Interesse daran haben, möglichst früh zu erfahren, wie die Entscheidungsträger in unserer Stadt mit dem Thema Dezernatsaufteilung und Dezernatszuschnitt umgehen wollen“, stellt sie klar. „Das ist die grundsätzliche Voraussetzung für meine beruflichen Entscheidungen.“ Als dienstältestes Mitglied der Bürgermeisterriege würde sie gerne dazu beitragen, „weiterhin inhaltliche Stabilität und Erfahrung in die Verwaltungsarbeit und die Gremien einzubringen“, lässt sie wissen.

Gleichwohl freue sie sich natürlich über mehrere Anfragen und Angebote aus unterschiedlichen Bereichen, die sie in den vergangenen Wochen und Monaten erreicht hätten, „da mir damit von außen positive Rückmeldungen zu meiner Arbeit gegeben werden“. Es sei immer erfreulich, wenn Einsatz für wichtige gesellschaftspolitische Fragen auch von Dritten positiv gewertet würden. Es handle sich um Interesse aus unterschiedlichen Städten, Einrichtungen aus dem kommunalen sowie sozialen Bereich. Insbesondere Müllers „offensiver Umgang“ mit dem Thema Asyl, bei dem man ohne Notunterkünfte wie Zelte oder Sporthallen auskommende war, sei in anderen Kommunen nicht unbemerkt geblieben. Bleiches gelte für ihre öffentlichen Äußerungen zu „aus meiner Sicht schädlichen Auswirkungen“ der zunächst vorgesehenen Einsparungen im Sozialhaushalt.

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