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18.03.2008

Pforzheims Erster Bürgermeister Schütze geht nach Berlin

PFORZHEIM. Die baden-württembergische Landesregierung hat am Montag Abend beschlossen, was Regierungschef Günther Oettinger seinem langjährigen Freund Andreas Schütze (beide CDU) vor nicht ganz zwei Wochen bereits angetragen hatte: Pforzheims Erster Bürgermeister geht zum 1. Juni als Amtschef der baden-württembergischen Landesvertretung nach Berlin.

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„Auch in meiner neuen Aufgabe bleibe ich Pforzheim verbunden, meine Familie bleibt in Pforzheim wohnen, ich werde zum Pendler“, sagte Schütze, der erst zum 1. Januar 2004 als Chef des Dezernats IV in Pforzheim angefangen hatte. Er war seinerzeit als Nachfolger des gestorbenen Matthias Wittwer aus Sindelfingen gekommen, wo er ebenfalls Erster Bürgermeister gewesen war. Seinen Wechsel nach Berlin bezeichnete Schütze gestern als „herausragende Entwicklung und große Herausforderung“.

Er habe angesichts des Angebots nicht lange überlegt, bevor er zusagte. In einer anderen Stadt ein anderes Bürgermeisteramt zu übernehmen, wie dies beispielsweise aus Mannheim an ihn herangetragen worden war, wäre dagegen nichts für ihn gewesen, so Schütze. Die Landesvertretung des Landes Baden-Württemberg ist organisatorisch dem Staatsministerium in Stuttgart angegliedert. Politischer Kopf ist ab 1. Juni Staatsminister Wolfgang Reinhart, der seinen Sitz künftig in Stuttgart hat. Für die Landesvertretung in Berlin wurde ein Spitzenbeamter gesucht. Schütze wird von dort aus die Interessen des Landes Baden-Württemberg gegenüber dem Bund vertreten. Die Vertretung des Landes beim Bund ist die Schnittstelle zwischen der Arbeit der Landesregierung in Stuttgart und den politischen Aktivitäten in der Bundeshauptstadt Berlin, nicht zuletzt bei der Mitwirkung der Bundesländer via Bundesrat an der Gesetzgebung des Bundes. Seine Arbeit bestehe aus den Aspekten Verwaltung, Repräsentanz und Politik, so Schütze.

Es sei sicher hilfreich, wenn man politisch zu denken verstehe. Schütze zeigte sich zuversichtlich, im Rahmen seiner Berliner Tätigkeit die Interessen Pforzheims wie auch allgemein den Blickwinkel der Städte einbringen zu können.

Der Stadt Pforzheim legte Schütze nahe, sein Dezernat als Einheit beizubehalten. Die Aufgaben, auch in den Aufsichtsgremien der privatisierten Stadtwerke, Verkehrsbetriebe und des Klinikums, seien am besten in dieser Einheit mit einem Bürgermeister an der Spitze aufgehoben.

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