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An der Inselschule fielen 2017 Teile einer Decke herunter. OB Peter Boch und Schuldezernentin Monika Müller begutachten die Lage. Knapp 50 Millionen Euro jetzt, 150 Millionen später beträgt der Sanierungsstau an den Schulen der Stadt. Foto: Meyer
An der Inselschule fielen 2017 Teile einer Decke herunter. OB Peter Boch und Schuldezernentin Monika Müller begutachten die Lage. Knapp 50 Millionen Euro jetzt, 150 Millionen später beträgt der Sanierungsstau an den Schulen der Stadt. Foto: Meyer
07.02.2018

Pforzheims Finanzlage: Selbst in guten Jahren immer zu arm

Pforzheim. Bäder schließen, Schulgebäude verkommen lassen, Parks nicht mehr pflegen und Straßen als Rumpelpisten akzeptieren – so sieht sie aus, die arme Stadt. Oder andersherum: die städtische Armut. Das kannte Pforzheim bei allem Wehklagen in dieser Form nicht, wie es in vielen größeren Städten Nordrhein-Westfalens oder auch Niedersachsens schon länger zu beobachten ist.

Mittlerweile gibt es auch in der Goldstadt notdürftig zugenagelte Klassenzimmerfenster, Schulturnhallen mit undichten Dächern, Straßen, die eher nach Kosovo als nach Bundesrepublik Deutschland aussehen, Grünflächen, an denen nur noch das Nötigste in Ordnung gebracht wird – und wenn nicht alles täuscht, dann führt entweder am Verzicht aufs Wartbergbad oder aufs Emma-Jaeger- plus Nagoldbad kein Weg mehr vorbei. Und mancher bemüht den Gedanken an die gute alte Zeit.

Woran man sieht, dass es früher nicht viel besser war

„Wenn ich zurückdenke, hat es die guten Jahre gar nie gegeben“, sagt Konrad Weber. Er muss es wissen. Schließlich ist er nicht nur als Leiter der Stadtkämmerei sozusagen der Finanzchef der Stadt – er ist gebürtiger Pforzheimer, der seine ganze berufliche Laufbahn seit seiner Zeit als junger Inspektor im Pforzheimer Rathaus verbracht hat.

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helmut
07.02.2018
Pforzheims Finanzlage: Selbst in guten Jahren immer zu arm

Dem muss man nichts mehr hinzufügen. Solche Probleme sind der GroKo fremd. Speziell für Pforzheim kann man noch den Flop der Millionenverluste durch Finanzspekulation anführen. Das Problem besteht aber deutschlandweit für strukturschwache Gemeinden. Reiche Kommunen haben, wie Privat, keinerlei Finanzsorgen wenn gewinnbringende Konzerne angesiedelt sind. Hier wäre einmal eine sinnvolle Betätigung der BVG angebracht. Alles Grundgesetzwidrig. mehr...

mucpeter
08.02.2018
Pforzheims Finanzlage: Selbst in guten Jahren immer zu arm

Solange man im Rathaus aus politischen Gründen keine schonungslose Analyse der Einnahmen und vor allem der Aushgabenseite betreibt und dementsprechend - auch wenn es bei manchen politischen Kreisen (in Stuttgart?) nicht ins Weltbild passt - nicht handelt, wird die Abwärtsspirale weiter nach unten gehen. Eine wichtige Weichenstellung hat man fatalerweise in den letzten Tagen dahingehend getroffen, keinen Zuwanderungsstop zu verfügen. Hier benötigt Pforzheim dringendst eine ...... mehr...

AugenaufAuge
08.02.2018
Pforzheims Finanzlage: Selbst in guten Jahren immer zu arm

Bitte erst einmal informieren, bevor dummes Zeug verbreitet wird. Was soll denn daran grundgesetzwidrig sein, wenn in der einen Gemeinde z.B. die Firma Porsche angesiedelt ist, in der anderen nicht. Soll das BVG das verbieten oder die Fa. Porsche verpflichten, sich überall anzusiedeln? Schon einmal etwas von dem "kommunalen Finanzausgleich" gehört, über den Pforzheim einen großen Teil seines Haushalts bestreitet?... mehr...

helmut
08.02.2018
Pforzheims Finanzlage: Selbst in guten Jahren immer zu arm

Grundgesetzwidrig sind Ungleichbehandlungen. Der Finanzausgleich ist nur ein Tropfen auf einem heißen Stein. Es müsste Ortschaften geben ohne jegliche Industrie und ohne finanzielle Nachteile dadurch zu haben. Porsche kann selbstverständlich bauen wo sie wollen. Deshalb dürfen nicht Kinder dort in besseren Schulen und besseren Kindergärten gehen können und eine bessere Infrastruktur haben wie anderswo. Mittlerweile findet man fast in jeder Gemeinde ausgewiesene Gewerbegebiete. Einst gab es ...... mehr...