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 Foto: Obrecht 

Pforzheims Großdemo wirkt nach: Freude über klare Kante, Frust wegen der Kosten

Pforzheim. Eindrucksvoll war dieser Schulterschluss der Stadtgesellschaft gegen rechtsextreme Umtriebe vom Samstag: Da sind sich alle einig. Die Freude über die hohe Beteiligung an der Gegendemonstration wird jedoch getrübt. Händler in der Innenstadt beklagen Umsatzeinbußen durch solche von außen nach Pforzheim getragene rechtsextremistische Propaganda. Sie treibt die Sorge um, dass der Aufmarsch der Partei „Die Rechte“ kein Einzelfall bleiben könnte.

Mehrere Demos: Pforzheim im Ausnahmezustand
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Mehrere Demos: Pforzheim im Ausnahmezustand

Gerhard Baral vom Bündnis „Pforzheim nazifrei“ dankt in einem Resümee für dieses starke „Zeichen gegen Hass und Gewalt“. Wie berichtet, hatten nach Schätzungen der Veranstalter rund 1000 Bürger klar Kante gegen die etwa 80 überwiegend auswärtigen Rechtsextremen gezeigt. Die Bürgerschaft und alle demokratischen Organisationen hätten „friedlich und in dieser Sache geeint klar Position bezogen“, so Baral. Er verweist aber auf Gespräche mit Geschäftsleuten und betont: „Wir haben den Eindruck, dass noch nicht realisiert wurde, welch großer wirtschaftlicher Schaden den Einzelhändlern und sicherlich auch vielen Geschäften am Rande der ,Sperrzone‘ einen Tag vor Muttertag entstanden ist.“

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Demo-Samstag: Proteste, Polizei, Absperrungen, Kinderfest

Tatsächlich berichteten bereits am Protesttag mehrere Händler in der Fußgängerzone von erheblichen Umsatzeinbußen. Gleich ganz zu blieben Läden im Osten der City.

Insgesamt war der von 1000 Polizisten begleitete Tag teuer. Allein für diesen Einsatz floss nach PZ-Informationen ein mittlerer sechsstelliger Eurobetrag. Bündnissprecher Baral fragt, ob „Die Rechte“ für Kosten in Haftung genommen werden könne. Doch dies, so der städtische Sprecher Philip Mukherjee auf Nachfrage, sei aufgrund der Versammlungsfreiheit, die sich aus dem Artikel 8 des Grundgesetzes ergebe, rechtlich nicht möglich.

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Demo des antirassistischen Netzwerks in Pforzheim

Zur Ursache des Brands an der Bahnstrecke Remchingen-Pforzheim gegen 11.30 Uhr, wodurch einige Rechtsextreme und auch Gegendemonstranten von auswärts verspätet eintrafen, gibt es noch keine näheren Erkenntnisse. Wie eine Sprecherin der Bundespolizei am Montag auf PZ-Nachfrage sagte, seien die Ermittlungen aufgenommen worden. Man habe Beweise gesichert und werte diese nun aus.

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