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Große Freude übers Kuki: Sabine El Aidi vom Jobcenter, die CDU-Stadträtinnen Marianne Engeser und Anneliese Graf, Sozialbürgermeisterin Monika Müller und Projektleiterin Nicole Weeber (von links).
Große Freude übers Kuki: Sabine El Aidi vom Jobcenter, die CDU-Stadträtinnen Marianne Engeser und Anneliese Graf, Sozialbürgermeisterin Monika Müller und Projektleiterin Nicole Weeber (von links).
05.03.2018

Pforzheims Kuki: Aus der Not wird landesweites Pilotprojekt geboren

Pforzheim. Dass Plätze zur Kinderbetreuung rar sind, ist bekannt. Der Mangel stellt Alleinerziehende und Arbeitslose vor das Dilemma, wie sie einem Teufelskreis entrinnen sollen, den die Jobcenter-Chefin Stephanie Schake so beschreibt: Ohne Kindergartenplatz können viele Eltern keine Arbeit aufnehmen, aber wer keine Arbeit hat, kriegt keinen Kindergartenplatz.

Um eben dieses existenzielle Problem leichter lösen zu können, gibt es nun ein Angebot, das landesweit einmalig ist: die Kurzeit-Kinderbetreuung (Kuki) in der Zerrennerstraße 3, finanziert über die kommunale Eingliederungshilfe, getragen vom Familienzentrum Au. Dies sei der in der Tagespflege erfahrenste Träger, stellte Sozialbürgermeisterin Monika Müller am Freitag bei der Eröffnung heraus und erinnerte an die Skepsis, die andere freie Träger im Vorfeld hatten: „Ich hätte mir gewünscht, dass auch die Kritiker aus dem Jugendhilfeausschuss zur Eröffnung gekommen wären.“ Es handle sich nicht etwa um eine Konkurrenz zur regulären Kita, sondern um ein Übergangssystem, und laut Müller um eine sinnvolle Ergänzung zur benachbarten Jobakademie.

Im Kuki werden aktuell sieben Kinder zwischen drei und sechs Jahren betreut, deren Eltern Hartz IV beziehen. Diese können so kurzfristig ihren Nachwuchs bei geschultem Personal unterbringen, um die Suche nach Arbeit aufzunehmen oder eine Ausbildungsstelle beziehungsweise einen Job anzutreten.

Anmeldungen zu diesem Angebot sind nur übers Jobcenter, Blumenhof 4, Sabine El Aidi, telefonisch unter (0 72 31) 39 41 33 möglich.

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