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Geduldsprobe für Anlieger und Kunden: Derzeit ist die Poststraße mehr Baustelle als Verkehrsweg. Foto: Ketterl
Geduldsprobe für Anlieger und Kunden: Derzeit ist die Poststraße mehr Baustelle als Verkehrsweg. Foto: Ketterl
Wo früher das „Café California“ war, entsteht nun das „Riva“. Foto: Ketterl
Wo früher das „Café California“ war, entsteht nun das „Riva“. Foto: Ketterl
21.12.2017

Pforzheims Poststraße erhält ein neues Gesicht

Pforzheim. Es ist nur eine Frage der Zeit bis Pforzheims Poststraße ein anderes Gesicht bekommt. Sie ist heute schon eine stark frequentierte Passage hinein in die Fußgängerzone. Zwei Parkhäuser und das Hilda-Gymnasium erzeugen einen starken Publikumsverkehr. Durch die Großbaustelle der Sparkasse befindet er sich derzeit in einer höchst beengten Situation.

Den umgebenden Geschäften, Arztpraxen und Anwaltskanzleien wird ein hohes Maß an Toleranz abgefordert – zuvörderst den Beschäftigten der Sparkasse selbst und den Medienleuten im Pforzheimer Zeitungshaus. Der spektakuläre Abbruch des alten Sparkassen-Gebäudes ist erfolgt, aber noch fressen sich die Bagger durch die Katakomben des Nachkriegs-Gebäudes. Eine spektakuläre Baustelle, die nicht zu übersehen und schon gar nicht zu überhören ist. Aber jetzt schon zeichnen sich an der Poststraße Veränderungen ab. Den Auftakt machte die auf anspruchsvolle Immobilien spezialisierte Agentur Engel & Völkers, die an der Ecke Kiehnle-/Poststraße ein neues Quartier bezog. Im Pforzheimer Zeitungshaus sind alle Vorbereitungen getroffen, um mit Fertigstellung des Sparkasse-Neubaus dem Medienhaus eine neue Optik zu verpassen, die deutlich macht, dass die digitale Welt hier längst Einzug gehalten hat. Parallel dazu wird es inhäusig eine umfassende Neuorganisation der Abteilungen geben.

Ebenerdiger Zugang

Die Sparkasse selbst wird durch ihren Neubau von der Poststraße einen ebenerdigen Zugang erhalten, der direkt in einen großräumigen Veranstaltungsraum und durch eine elegante Passage hinüber in die Museumstraße führt.

Für eine Aufwertung der besonderen Art wollen Piero und Christian Sicignano sorgen. Vater und Sohn ziehen mit ihrem Restaurant „Riva“ vom Schloßberg an die Poststraße. Dort findet – im ehemaligen „Café California“ – eine Neugestaltung statt. Jetzt schon lässt eine Glasfront erkennen, wie ansprechend das neue Restaurant eines Tages aussehen wird. Zum April soll es soweit sein, dass die „Riva“-Gäste das Ambiente dieses etwas anderen Restaurants an der Poststraße genießen können.

Wie Christine Schmitt, umsichtige Erbin und Verwalterin des Saacke-Carrés, erklärt, wird das Restaurant noch eine Ausweitung erfahren, wenn das benachbarte „Carneol“-Fachgeschäft für Kosmetikartikel schließen wird. Damit findet das neue „Riva“ eine ideale Anbindung, denn mit einer eleganten Café-Bar wird das Restaurant hier eine Ausweitung erfahren. Ergänzend dazu wollen die großen Adressen der Poststraße für eine attraktive Ausgestaltung dieser innerstädtischen Meile sorgen. Man darf also gespannt sein, wie sich die kleine, dann aber feine Poststraße eines Tages präsentieren wird.