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Viel zu diskutieren hatten Baudezernentin Sibylle Schüssler und Planungsamtschef Michael Wolf (rechts) mit Bürgern und Räten um den Hohenwarter Ortsvorsteher Siegbert Morlock im katholischen Gemeindezentrum.  Foto: Baumgärtel 

Pläne für Hohenwarter Pflegeheim haben wenig Chance - und auch zwei weitere Projekte stocken

Pforzheim-Hohenwart. So richtig vorangehen will es in Hohenwart nicht, weder mit dem dort geplanten Pflegeheim, noch mit der Ansiedlung eines Discounters und auch nicht mit der Erweiterung des Kindergartens.

Deutliche Worte fand Michael Wolf, Leiter des städtischen Planungsamts, aus städtebaulicher Sicht bezüglich des geplanten Pflegeheims: „Das Vorhaben ist in seiner Dimension zum jetzigen Zeitpunkt nicht genehmigungsfähig.“ An einer so ortskernprägenden Stelle sei das Vorhaben schlichtweg zu groß, sagte er in der Ortschaftsratssitzung am Mittwochabend. Wie berichtet, gibt es Pläne der Firma Ströbel Bau, ein Pflegeheim an der Kastanienallee zu bauen. Mehr als einmal habe das Amt zum Ausdruck gebracht, dass der Entwurf abgespeckt werden müsse.

„Wir verhindern hier keine Entwicklung“, stellte indes Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler klar, nachdem es seitens der Räte wiederholt Kritik an der Kommunikation ihres Dezernats gegeben hatte. Sollte sich das Gremium trotz aller Bedenken für das Vorhaben aussprechen, würde ein Bebauungsplan nötig.

Ähnlich verfahren stellt sich die Situation in Sachen Nahversorgung dar. Hier hatte zuletzt ein Betreiber Interesse bekundet, einen Discounter am Ortsrand errichten zu wollen. Doch auch hierfür fehlt es an geeigneten Flächen. Aber selbst, wenn sich ein Grundstück fände: „Was da im Raum steht, wird der Regionalverband nach derzeitigem Stand ablehnen“, so Schüssler. Man sei bereits man mit kleinen Betreibern in Gesprächen.

Mehr über die Ortschaftsratssitzung lesen Sie am Freitag, 13. Dezember, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

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Anke Baumgärtel

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