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Die Busschleife soll an der Julius-Naeher-Straße einer Asylunterkunft weichen. Foto: Walter
Die Busschleife soll an der Julius-Naeher-Straße einer Asylunterkunft weichen. Foto: Walter
26.09.2016

Planungsausschuss berät über zwei weitere Asylunterkünfte in Pforzheim

Pforzheim. Trotz geringer Zuweisungszahlen beschäftigt dieser Tage das Thema Asyl Pforzheims Politiker: Am Montag informierte die Stadt in der Nagoldhalle über die Pläne, sechs Jahre lang bis zur 30 Flüchtlinge in der leerstehenden Vereinsgaststätte „Im Hinteren Tal“ unterzubringen. Und am Mittwoch diskutiert der Planungs- und Umweltausschuss über die Bebauungsplanänderung für zwei 40-Personen-Unterkünfte. Gemäß eines Gemeinderatsbeschlusses vom Februar 2015 will die Stadt insgesamt neun dieser dezentralen Asylheime errichten.

Den Ticker zur Informationsveranstaltung in der Nagoldhalle in Dillweißenstein gibt es hier zum Nachlesen.

Die Anwohner der Julius-Naeher-Straße hoffen, dass der Gemeinderat „sich insgesamt von der Idee verabschieden wird, auf dem in Wahrheit kaum geeigneten Grundstück eine Flüchtlingsunterkunft zu errichten“, schreibt Rechtsanwältin Jessica Schuldt im Namen der Nachbarn. Fünf Meter von deren ohnehin schon tiefer liegenden Grundstück entfernt soll das bis zu 6,20 Meter hohe Flüchtlingsheim entstehen. Die Anwohner kritisieren unter anderem, dass der geplante Bau einen großen Kontrast zur bisherigen Wohnbebauung bilde und ihnen viel Licht nimmt. Den Anwohnern kommt die Verwaltung durch Korrekturen entgegen, so dass nun die „am wenigsten unverträgliche Variante“ zur Abstimmung stehe, wie die Stadt in ihrer Erwiderung auf die Einsprüche schreibt: „Die Anordnung und Höhen der einzelnen Gebäudeteile sind nun gestaffelt und weiter von der nördlichen Grenze abgerückt.“ Dennoch werde es „gegenüber der vorhandenen Situation eine Beeinträchtigung der nördlich angrenzenden Anwohner geben“, räumt die Verwaltung ein. „Die Angrenzer sind zwar sehr froh, dass die Stadt das Gespräch gesucht hat und sie sind sich auch über die Verbesserungen der Planung bewusst“, sagt Anwältin Schuldt. „Allerdings teilen sie die Ansicht der Stadtverwaltung, dass auch die neue Variante weiterhin unverträglich ist.“

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